Allgemein

Neues Paypal Phishing dank SEPA

Es ist erneut eine gut gemachte Phis­hing Email im Umlauf. Die­ses mal trifft es den Anbie­ter Pay­Pal. Als Zug­pferd wird das SEPA Ver­fah­ren her­an­ge­zo­gen. Man möge doch so nett sein, sich über den Link hin­ter dem But­ton “Jetzt auf SEPA umstel­len” ein­zu­log­gen und seine Bank­da­ten zu veri­fi­zie­ren. Man darf sicher sein, zumin­dest die Zugangs­da­ten zu Pay­pal wer­den danach nicht mehr sicher sein. Der Link führt näm­lich mit­nich­ten zu Pay­pal, son­dern über einen URL Shor­te­ner Dienst ganz woan­ders hin. Pro­bie­ren Sie es bes­ser nicht aus! Es reicht, wenn Sie sich den hin­ter­leg­ten Link anzei­gen las­sen, in dem Sie mit der Maus über den fah­ren. Der Link wird dann angezeigt.

Gut, wer in Pay­Pal zusätz­li­che Sicher­heits­fea­tures akti­viert hat, wie den SMS Login (Pay­pal Sicher­heits­schlüs­sel). Nach dem Login wird eine SMS an die regis­trierte Mobil­te­le­fon­num­mer ver­sandt. Erst nach der Ein­gabe des Codes aus die­ser SMS erfolgt der Zugriff auf das Pay­pal Konto.

Soll­ten Sie eine Email erhal­ten, die aus­sieht, wie folgt — ein­fach löschen. :-)

Paypal Phishing Email
Pay­pal gibt auf der Unter­neh­mens­web­seite wei­tere Tipps, wie der Nut­zer Phi­sing Mails erken­nen und sich davor schüt­zen kann.

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Erneut Handlungsbedarf HPI stellt Datenbank zu Identitätsklau online

Neuer Online Check nicht iden­tisch mit BSI

Bereits zwei Mal die­ses Jahr stellte das Bun­des­amt für Sicher­heit in der Infor­ma­ti­ons­tech­nik ein Online Prüf-Tool zur Ver­fü­gung. Mit­tels die­ses Tools konn­ten Nut­zer tes­ten, inwie­weit ihre Email-Adresse(n) in Ver­bin­dung mit Web­log­ins bereits aktiv miß­braucht wurde(n). Mil­lio­nen Anwen­der haben die­ses Tool bis­her genutzt.

Eine etwas andere Daten­ba­sis bie­tet nun das HPI der Uni­ver­si­tät Pots­dam. Deren Tool prüft ein­schlä­gige Foren und Boards, ob dort Email-Adresse und / oder wei­tere per­so­nen­be­zo­gene Anga­ben inklu­sive Pass­wort öffent­lich zum Miß­brauch zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Zur Zeit umfasst die Daten­bank 171 Mil­lio­nen Einträge.

Nach Ein­gabe einer Email-Adresse erhält der Nut­zer zeit­nah eine Email mit genauer Angabe der kom­pro­mit­tier­ten Daten. Wenn kein Ein­trag gefun­den wurde, wird keine Email ver­sandt. Das bedeu­tet jedoch nicht, dass diese Daten nicht ander­wei­tig bekannt sind und miß­braucht werden.

Top 10 der unsi­che­ren Passwörter

Obwohl die Tat­sa­che hin­läng­lich bekannt ist, wie ein eini­ger­ma­ßen siche­res Pass­wort aus­se­hen sollte, fin­den sich in der Top 10 der Sta­tis­tik alte Bekannte wie “123456”, “pass­word” und “qwertz” wie­der. Details über unsi­chere Pass­wör­ter und Hil­fe­stel­lun­gen zu merk­ba­ren siche­ren Pass­wör­tern fin­den Sie hier im a.s.k. Datenschutz-Blog

Zum Online Check des HPI: https://sec.hpi.uni-potsdam.de/leak-checker/search

Es lohnt sich, nicht nur alle pri­va­ten Email Adres­sen zu prü­fen, son­dern auch die geschäft­li­chen Daten einzubeziehen.

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Webseitenbetreiber aufgepasst: Google ändert Links zu eigenen Datenschutzerklärungen

Ende März 2014 hat Google seine eige­nen Daten­schutz­er­klä­run­gen aktua­li­siert. Bei die­ser Gele­gen­heit wur­den die Links zu den rele­van­ten daten­schutz­recht­li­chen Anga­ben für die Tools Google Ana­lytics und den Google+ But­ton geändert.

Als logi­sche Kon­se­quenz lan­den nun alle Links in Daten­schutz­er­klä­run­gen im Nir­wana. Google hat es lei­der nicht für nötig erach­tet, eine Umlei­tung (Redi­rect) zu set­zen und somit sind diese vor­ge­schrie­be­nen Infor­ma­tio­nen nicht mehr direkt zugäng­lich. Folg­lich ist die Daten­schutz­er­klä­rung auf den eige­nen Web­sei­ten fehlerhaft.

Daher soll­ten Sie — sofern Sie Google Ana­lytics und / oder den Google+ But­ton auf den Web­sei­ten ein­set­zen — nun schnell rea­gie­ren und diese Links aktua­li­sie­ren. Diese lau­ten wie folgt:

Daten­schutz­recht­li­che Infor­ma­tio­nen zu Google Ana­lytics (exter­ner Link)
http://www.google.com/intl/de/analytics/learn/privacy.html

Daten­schutz­recht­li­che Infor­ma­tio­nen bezüg­lich des Google+ But­tons (exter­ner Link)
https://www.google.com/policies/privacy/partners/?hl=de

Nicht ver­ges­sen: die fol­gen­den bei­den Links soll­ten eben­falls Bestand­teil Ihrer Daten­schutz­er­klä­rung sein. Beide sind von der aktu­el­len Adres­s­än­de­rung jedoch nicht betroffen:

Neu­es­ter Stand “All­ge­meine Daten­schutz­hin­weise von Google”
http://www.google.de/intl/de/policies/privacy/

Browser-Add-on gaop­tout zur Deak­ti­vie­rung von Google Ana­lytics zum Down­load
https://tools.google.com/dlpage/gaoptout?hl=de

Ergän­zen­der Tipp: Daten­schutz bei Nut­zung von social Plugins (exter­ner Bei­trag unse­res Partner-Blogs)

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EuGH kippt Vorratsdatenspeicherung: Vernunft siegt über Sammelwut

Heute, am 08.04.2014 hat der Euro­päi­sche Gerichts­hof die EU Richt­li­nie zur Vor­rats­da­ten­spei­che­rung gekippt.

Diese Richt­li­nie aus dem Jahr 2006 sah für die Mit­glied­staa­ten der EU eine Rege­lung über die Spei­che­rung von Ver­kehrs­da­ten auf Vor­rat für einen Zeit­raum von 6 Mona­ten vor. Kri­tik­punkt war damals schon die künst­li­che Schaf­fung einer Ver­pflich­tung durch die natio­na­len Regie­run­gen auf euro­päi­scher Ebene zur Ein­füh­rung einer Vor­rats­da­ten­spei­che­rung. Zuvor waren die Anläufe auf natio­na­ler Ebene wei­test­ge­hend geschei­tert. Durch die Ver­pflich­tung über die EU Schiene sollte die­ses Manko im Sinne eini­ger sam­mel­wü­ti­ger Regie­run­gen aus­ge­he­belt werden.

Die danach ent­stan­de­nen deut­schen Rege­lun­gen im Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­setz (TKG) wur­den durch das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt Anfang 2010 größ­ten­teils für nich­tig erklärt. Dabei wurde jedoch nicht die Vor­rats­da­ten­spei­che­rung an sich in Frage gestellt, son­dern das Gericht sah ledig­lich Defi­zite in der Umset­zung. Ein neues Gesetz zur Vor­rats­da­ten­spei­che­rung wurde in Deutsch­land seit­her nicht auf den Weg gebracht.

Nach dem heu­ti­gen Urteil zei­gen sich erneut die Fron­ten zwi­schen Befür­wor­tern und Geg­nern einer nicht anlaß­be­zo­ge­nen Samm­lung und Spei­che­rung von per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten auf Vor­rat. Wäh­rend Bun­des­jus­tiz­mi­nis­ter Heiko Maas nun Augen­maß beim Umgang mit dem Thema for­dert und vor­ei­lige Schüsse aus­schließt, zögert Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziere nicht, eine zeit­nahe Ein­füh­rung einer deut­schen Vor­rats­da­ten­spei­che­rung voranzutreiben.

Die “Betrof­fe­nen” (gemäß Wort­laut des Bun­des­da­ten­schutz­ge­set­zes die Per­so­nen, auf die sich die gesam­mel­ten Daten bezie­hen), also alle Bür­ger die­ses Lan­des dür­fen wei­ter gespannt sein.

Update 14.04.2014

Golem.de mel­det das Aus für einen neuen Geset­zes­ent­wurf zur Vor­rats­da­ten­spei­che­rung der schwarz-roten Koali­tion in die­ser Legis­la­tur­pe­riode. Dabei beruft sich der Online-Service auf einen Bericht des Spie­gel. Es soll eine neue rechts­kon­forme EU-Richtlinie abge­war­tet wer­den, bevor eine natio­nale Rege­lung auf den Weg gebracht wird.

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Erneut 18 Millionen Nutzerkonten gehackt — BSI Test jetzt online verfügbar

Erneut haben Hacker Email­adres­sen und dazu­ge­hö­rige Pass­wör­ter geknackt. Die­ses Mal sind cirka 18 Mil­lio­nen Daten­sätze, dar­un­ter unge­fähr 3 Mil­lio­nen deut­sche Nut­zer betrof­fen sein.

Das Bun­des­amt für Sicher­heit in der Infor­ma­ti­ons­tech­nik BSI hat erneut eine Web­seite zur kom­for­ta­blen Online-Prüfung ins Netz gestellt. Den Online Test fin­den Sie unter

https://www.sicherheitstest.bsi.de/

Auf die­ser Web­seite fin­den Sie unter “Häu­fige Fra­gen” wei­tere Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen, Tipps zur Absi­che­rung Ihrer IT Geräte, der Aus­wahl eines siche­ren Pass­worts sowie Anlei­tun­gen zum Ändern und / oder Zurück­set­zen Ihrer Pass­wör­ter bei zahl­rei­chen betrof­fe­nen Webmail-Anbietern.

Betrof­fene Nut­zer der Unter­neh­men Deut­sche Tele­kom / T-Online, Free­net, gmx.de, Kabel Deutsch­land, Vod­a­fone, und web.de wer­den direkt über diese Dienst­leis­ter im Rah­men ihrer beste­hen­den Kun­den­be­zie­hun­gen infor­miert, wenn Sie betrof­fen sind. Für alle ande­ren emp­fiehlt sich der Online Test.

 

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Datenschutz ist bezahlbar

Trans­pa­rente, nach­voll­zieh­bare Kos­ten statt der sprich­wört­li­chen “Katze im Sack” — selbst­ver­ständ­lich mit a.s.k. Datenschutz.

Aus der Praxis für die Praxis



Pra­xis­taug­li­che und recht­lich belast­bare Lösun­gen statt sei­ten­lan­ger Rechts­ab­hand­lun­gen — Ihr Tages­ge­schäft steht im Vordergrund.