Neues Paypal Phishing dank SEPA

Es ist erneut eine gut gemachte Phis­hing Email im Umlauf. Die­ses mal trifft es den Anbie­ter Pay­Pal. Als Zug­pferd wird das SEPA Ver­fah­ren her­an­ge­zo­gen. Man möge doch so nett sein, sich über den Link hin­ter dem But­ton “Jetzt auf SEPA umstel­len” ein­zu­log­gen und seine Bank­da­ten zu veri­fi­zie­ren. Man darf sicher sein, zumin­dest die Zugangs­da­ten zu Pay­pal wer­den danach nicht mehr sicher sein. Der Link führt näm­lich mit­nich­ten zu Pay­pal, son­dern über einen URL Shor­te­ner Dienst ganz woan­ders hin. Pro­bie­ren Sie es bes­ser nicht aus! Es reicht, wenn Sie sich den hin­ter­leg­ten Link anzei­gen las­sen, in dem Sie mit der Maus über den fah­ren. Der Link wird dann angezeigt.

Gut, wer in Pay­Pal zusätz­li­che Sicher­heits­fea­tures akti­viert hat, wie den SMS Login (Pay­pal Sicher­heits­schlüs­sel). Nach dem Login wird eine SMS an die regis­trierte Mobil­te­le­fon­num­mer ver­sandt. Erst nach der Ein­gabe des Codes aus die­ser SMS erfolgt der Zugriff auf das Pay­pal Konto.

Soll­ten Sie eine Email erhal­ten, die aus­sieht, wie folgt — ein­fach löschen. :-)

Paypal Phishing Email
Pay­pal gibt auf der Unter­neh­mens­web­seite wei­tere Tipps, wie der Nut­zer Phi­sing Mails erken­nen und sich davor schüt­zen kann.

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Webseitenbetreiber aufgepasst: Google ändert Links zu eigenen Datenschutzerklärungen

Ende März 2014 hat Google seine eige­nen Daten­schutz­er­klä­run­gen aktua­li­siert. Bei die­ser Gele­gen­heit wur­den die Links zu den rele­van­ten daten­schutz­recht­li­chen Anga­ben für die Tools Google Ana­lytics und den Google+ But­ton geändert.

Als logi­sche Kon­se­quenz lan­den nun alle Links in Daten­schutz­er­klä­run­gen im Nir­wana. Google hat es lei­der nicht für nötig erach­tet, eine Umlei­tung (Redi­rect) zu set­zen und somit sind diese vor­ge­schrie­be­nen Infor­ma­tio­nen nicht mehr direkt zugäng­lich. Folg­lich ist die Daten­schutz­er­klä­rung auf den eige­nen Web­sei­ten fehlerhaft.

Daher soll­ten Sie — sofern Sie Google Ana­lytics und / oder den Google+ But­ton auf den Web­sei­ten ein­set­zen — nun schnell rea­gie­ren und diese Links aktua­li­sie­ren. Diese lau­ten wie folgt:

Daten­schutz­recht­li­che Infor­ma­tio­nen zu Google Ana­lytics (exter­ner Link)
http://www.google.com/intl/de/analytics/learn/privacy.html

Daten­schutz­recht­li­che Infor­ma­tio­nen bezüg­lich des Google+ But­tons (exter­ner Link)
https://www.google.com/policies/privacy/partners/?hl=de

Nicht ver­ges­sen: die fol­gen­den bei­den Links soll­ten eben­falls Bestand­teil Ihrer Daten­schutz­er­klä­rung sein. Beide sind von der aktu­el­len Adres­s­än­de­rung jedoch nicht betroffen:

Neu­es­ter Stand “All­ge­meine Daten­schutz­hin­weise von Google”
http://www.google.de/intl/de/policies/privacy/

Browser-Add-on gaop­tout zur Deak­ti­vie­rung von Google Ana­lytics zum Down­load
https://tools.google.com/dlpage/gaoptout?hl=de

Ergän­zen­der Tipp: Daten­schutz bei Nut­zung von social Plugins (exter­ner Bei­trag unse­res Partner-Blogs)

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Na dann werben wir mal

Einen Satz, den ich in der Pra­xis gele­gent­lich zu hören bekomme — oder zumin­dest auf die dahin­ter­ste­hende Grund­hal­tung bei Wer­be­maß­nah­men oft auf­grund Unkennt­nis stoße. Adreß­da­ten lie­gen zuhauf im Unter­neh­men vor, Quelle und zuläs­si­ger Ein­satz­zweck nicht zwin­gend bekannt. Unter­schei­dungs­merk­male zwi­schen Pri­vat– oder Geschäfts­adres­sen ad hoc nicht mög­lich, eine Klas­si­fi­zie­rung ob per­so­nen­be­zo­gen oder nicht liegt nicht vor.

Nach dem Prin­zip “Augen zu und durch” wer­den sol­che Daten­be­stände der inter­nen oder exter­nen Wer­be­ma­schi­ne­rie zuge­führt. Die Quittung(en) lie­gen meist schnell auf dem Tisch. Beschwer­den tele­fo­nisch oder per Email von “pri­va­ten” Betrof­fe­nen, Anfra­gen der zustän­di­gen Lan­des­da­ten­schutz­be­hörde auf­grund dort ein­ge­gan­ge­ner Beschwer­den und wenn nebem dem BDSG (Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz) auch das UWG (Gesetz gegen den unlau­te­ren Wett­be­werb) betrof­fen ist, kost­spie­lege Abmah­nun­gen als Folge.

Die Crux an Wer­bung ist, es gilt nicht nur eines, son­dern gleich meh­rere Gesetze zu prü­fen und ein­zu­hal­ten. Und nicht immer sind die Abgren­zun­gen klar, was wie wo gilt je nach Art der Aus­sen­dung und des zu bewer­ben­den Ange­spro­che­nen. Die­sem Umstand trägt der Düs­sel­dor­fer Kreis (als Zen­tral­or­gan der Lan­des­da­ten­schutz­be­hör­den) mit sei­ner Ver­öf­fent­li­chung mit Stand Dezem­ber 2013 Rechnung

“Anwen­dungs­hin­weise der Daten­schutz­auf­sichts­be­hör­den zur Erhe­bung, Ver­ar­bei­tung und Nut­zung von per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten für werb­li­che Zwecke”

Das zwölf­sei­tige Doku­ment kann als PDF her­un­ter­ge­la­den wer­den und ist das Ergeb­nis einer Arbeits­gruppe “Wer­bung und Adress­han­del”, die das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Daten­schutz­auf­sicht betreut hat. Im Fokus steht die prak­ti­sche Umset­zung des § 28 BDSG.

Neben Hin­wei­sen zur Defi­ni­tion und zum Umgang mit Lis­ten­da­ten wird auch der Aspekt beleuch­tet, wie zu ver­fah­ren ist, wenn im Rah­men von B2B Wer­bung per­so­nen­be­zo­gene Daten ange­spro­chen wer­den sol­len. Das Thema Freund­schafts­wer­bung wird kri­tisch beleuch­tet (und abschlie­ßend mit feh­len­der daten­schutz­recht­li­cher Grund­lage bewer­tet), aber auch die not­wen­dige Ein­wil­li­gung wird prä­zi­siert, sogar im Hin­blick auf ihr Verfallsdatum.

 

 

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Webtracking datenschutzkonform umsetzen: Webanalyse-Tool PIWIK

Update vom 19.01.2014

Mitt­ler­weile ist das Tool PIWIK in der Ver­sion 2.x ver­füg­bar. Neben einem deut­lich über­ar­bei­te­ten Inter­face wur­den die Aus­wer­tungs­mög­lich­kei­ten noch­mals ver­fei­nert. Rein­schauen lohnt sich für jeden Web­mas­ter alle­mal. http://piwik.org/

Update vom 08.05.2012

Das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Daten­schutz­auf­sicht teilte ges­tern mit, den Ein­satz des Webtracking-Tools Google Ana­lytics auf 13.404 Web­sei­ten mit Betrei­bern aus Bay­ern mit­tels einer eigens ent­wi­ckel­ten Soft­ware über­prüft zu haben. 10.955 der geprüf­ten Web­sei­ten setz­ten Google Ana­lytics nicht ein. Auf den ver­blie­be­nen 2.449 Web­sei­ten wäre das beliebte Webtracking-Tool ledig­lich in 3% aller Fälle daten­schutz­kon­form umge­setzt. Die 2.371 Web­sei­ten­be­trei­ber mit nicht daten­schutz­kon­for­men Ein­satz des Tools erhal­ten in den kom­men­den Tagen Post von der Lan­des­da­ten­schutz­be­hörde mit der Auf­for­de­rung zur Abstel­lung des nicht kon­for­men Einsatzes.

Seit lan­gem wird heiß dis­ku­tiert, ob und inwie­weit Google Ana­lytics über­haupt daten­schutz­kon­form nach deut­schem Recht ein­setz­bar ist. Viele der not­wen­di­gen Sach­ver­halte las­sen sich mit unse­rem aktu­el­len Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz nicht kor­rekt umset­zen oder dar­stel­len. Diese Dis­kus­sion sollte jedoch nicht dazu ver­lei­ten, nach dem Motto “Augen zu und durch” zu ver­fah­ren. Noch dazu, wo es doch eine kos­ten­freie, leis­tungs­fä­hige und bean­stan­dungs­freie Alter­na­tive wie das Open Source Tool PIWIK gibt. Wie das ein­zu­set­zen ist, lesen Sie in unse­rem Blog-Beitrag vom 16.03.2011:

Original-Beitrag vom 16.03.2011

Google steht mit sei­nem Webtracking-Dienst Ana­lytics nach wie vor im Kreuz­feuer der Kri­tik sei­tens der Daten­schutz­be­hör­den — siehe “Ham­bur­ger Daten­schutz­be­auf­trag­ter sagt Nein zu Google Ana­lytics”. Die Lan­des­da­ten­schutz­be­hörde Baden-Württemberg sieht Lösungs­mög­lich­kei­ten für den Kon­flikt zwi­schen der Funk­ti­ons­weise von Ana­lytics und dem Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz. Spruch­reif sind diese jedoch noch nicht.

Kon­flikt­freier und siche­rer geht Web­tracking mit­tels des kos­ten­freien open Source Web­tracking Tools PIWIK. Über diese Alter­na­tive konn­ten Sie sich bereits 2010 auf die­sem Blog infor­mie­ren — PIWIK — die unbe­denk­li­chere Alter­na­tive zu Google Ana­lytics”. Nun hat das Unab­hän­gige Lan­des­zen­trum für Daten­schutz Schleswig-Holstein (ULD) in einer Pres­se­mit­tei­lung vom 15.03.2011 Rat­schläge zum daten­schutz­kon­for­men Ein­satz von Webanalyse-Werkzeugen her­aus­ge­ge­ben. Und ergän­zend hierzu eine PDF-Anleitung zum daten­schutz­kon­for­men Ein­satz von PIWIK zum Down­load bereit­ge­stellt.

Neben einer gelun­ge­nen Vor­stel­lung von PIWK und einer Instal­la­ti­ons­an­wei­sung sind ab Kapi­tel 3 die tech­ni­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Mass­nah­men auf­ge­lis­tet, mit­tels derer ein daten­schutz­kon­for­mer Ein­satz nach Ermes­sen des ULD gewähr­leis­tet wer­den kann:

  1. Nut­zung des Plugins “Anony­mi­zeIP” inkl. einer Erwei­te­rung der Anonymisierungsmaske
  2. Bereit­stel­len der inte­grier­ten Wider­spruchs­mög­lich­keit Opt-Out mit­tels iframe beim ers­ten Auf­ruf der Seite und in der Datenschutzerklärung
  3. Spar­sa­mer Ein­satz der Referrer-Daten, bis hin zu einer mög­li­chen Abschal­tung des Plugins
  4. Keine Daten zusammenführen
  5. Daten­lö­schung nach Aus­wer­tung und Analyse
  6. Ver­rin­ge­rung der Lebens­dauer des Analyse-Cookies

Die genann­ten Punkte sind mit weni­gen Hand­grif­fen, selbst von nicht Web-Profis umzusetzen.

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Apps geht immer! – Die Daten sind frei …

appsgehtimmerUnter­hal­tung und Infor­ma­tion zum pri­va­ten Daten­schutz im Rah­men der Roten Kul­tur­wo­chen. Für Satire sorgt der Kaba­ret­tist Wer­ner Meier, der im Juli in der Lach– und Schieß­ge­sell­schaft mit „Apps geht immer“ die Lach­mus­keln der Zuhö­rer stra­pa­zierte. Für Auf­klä­rung sorgt der vom ZDF pro­du­zierte Film „Der glä­serne Deut­sche — Wie Bür­ger aus­ge­späht wer­den!“, zur Ver­fü­gung gestellt von der Otto Bren­ner Stif­tung in Frank­furt. Inter­es­sante Infor­ma­tion zur pri­va­ten Daten­si­cher­heit bie­tet der Daten­schutz­be­auf­tragte Sascha Kuhrau aus Nürnberg.

Ort: Huber­wirt Eching
Beginn: 19:00 Uhr
Ter­min: 18.10.2013

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Datenschutz ist bezahlbar

Trans­pa­rente, nach­voll­zieh­bare Kos­ten statt der sprich­wört­li­chen “Katze im Sack” — selbst­ver­ständ­lich mit a.s.k. Datenschutz.

Aus der Praxis für die Praxis



Pra­xis­taug­li­che und recht­lich belast­bare Lösun­gen statt sei­ten­lan­ger Rechts­ab­hand­lun­gen — Ihr Tages­ge­schäft steht im Vordergrund.