www.youngdata.de kommt — Datenschutz im Internet für Jugendliche

Von | 3. November 2013

Der Lan­des­be­auf­tragte für den Daten­schutz und die Infor­ma­ti­ons­frei­heit Rheinland-Pfalz  (LfDI), Edgar Wag­ner, wird am 20. Novem­ber 2013 seine neue Jugend-Homepage “www.youngdata.de” vor­stel­len. Es ist bun­des­weit die erste und bis­lang ein­zige Datenschutz-Homepage, die sich spe­zi­ell an Jugend­li­che richtet.

Face­book, Whats­App und Kon­so­len spie­len in der Lebens­wirk­lich­keit der jun­gen Onli­ner eine große Rolle. Häu­fig wer­den diese Ange­bote von Jugend­li­chen genutzt, ohne sich dabei über die anfal­len­den Daten und deren Ver­wen­dung Gedan­ken zu machen.

Die Seite “youngdata.de” erklärt Jugend­li­chen, warum Staat und Wirt­schaft ein Inter­esse an per­sön­li­chen Daten haben, wie man sich schüt­zen kann und schüt­zen sollte. Die Web­site ent­hält kon­krete Hand­lungs­emp­feh­lun­gen zum Selbst­da­ten­schutz und bie­tet auch zahl­rei­ches Infor­ma­ti­ons­ma­te­rial zur The­ma­tik “Daten­schutz im Zeit­al­ter des Web.2.0″.

Am 20. Novem­ber wird der LfDI die neue Web­site vor­stel­len, bevor sie dann offi­zi­ell frei­ge­schal­tet wird. Bei die­ser Gele­gen­heit wird der LfDI auch die bil­dungs­po­li­ti­schen Erfor­der­nisse aus Sicht des Daten­schut­zes dar­stel­len. Die Ver­an­ke­rung des Daten­schut­zes als Teil der Medi­en­kom­pe­tenz in den Lehr­plä­nen und die Auf­klä­rungs­ar­beit im Rah­men sei­ner Schüler-Workshops wer­den dabei eine wich­tige Rolle spielen.

Presse ist laut Mel­dung vom 30.10.2013 herz­lich ein­ge­la­den, am Mitt­woch, dem 20. Novem­ber 2013 um 10:00 Uhr in den Räum­lich­kei­ten des LfDI, Hin­tere Blei­che 34, 55116 Mainz an der … Weiterlesen

Speicherprobleme: NSA liest 700000 Adreßbücher am Tag aus

Von | 22. Oktober 2013

Nach einer Mel­dung des Focus liest die NSA im Jahr durch­schnitt­lich 250 Mil­lio­nen elek­tro­ni­sche Adress­bü­cher von Nut­zern sozia­ler Netz­werke wie Face­book und von Email-Diensten wie Gmail, Hot­mail und Yahoo aus. Das sind am Tag fast 700.000 gescannte und in den Tie­fen der NSA IT gespei­cherte Adress­bü­cher mit allen Anga­ben zu Name, Anschrift, Ruf­num­mer, Email-Adressen, Geburts­ta­gen und was der Nut­zer sonst noch an Infor­ma­tio­nen zu dem jewei­li­gen Kon­takt abge­spei­chert hat. Online abge­spei­cherte Kon­takt­lis­ten wie Adreß­bü­cher sind ergie­bi­gere Daten­quel­len als Telefonaufzeichnungen.

Grund zum Mitleid?

Laut der “Washing­ton Post” sei die Samm­lung an Kon­tak­ten so umfang­reich, dass ab und zu sogar eine Über­las­tung der Spei­cher­ka­pa­zi­tä­ten gedroht habe. Spam-Emails seien dabei ein gro­ßes Pro­blem, da diese zusätz­lich die Spei­cher mit wert­lo­sen Infor­ma­tio­nen verstopfen.

Tri­cky

Da die NSA zu einer sol­chen Daten­samm­lung weder vom ame­ri­ka­ni­schen Kon­greß noch durch das bereits aus den Ent­hül­lun­gen von Edward Snow­den mehr­fach zitierte Geheim­ge­richt ermäch­tigt ist, greift man zu einem Trick. Nach Aus­sage eines Geheim­dienst­mit­ar­bei­ters wer­den die Daten ein­fach von NSA Stand­or­ten außer­halb der USA abgegriffen.

Kurios

Die Samm­lung ist auf Ver­ein­ba­run­gen mit aus­län­di­schen Tele­fon­ge­sell­schaf­ten oder befreun­de­ten Geheim­diens­ten angewiesen.

Mög­li­che Folgen

Was aus pau­scha­len Über­wa­chun­gen und Daten­samm­lun­gen sowie deren Aus­wer­tung resul­tie­ren kann, durfte ein Mit­ar­bei­ter der Humboldt-Universität in Ber­lin am … Weiterlesen

Apps geht immer! – Die Daten sind frei …

Von | 17. Oktober 2013

appsgehtimmerUnter­hal­tung und Infor­ma­tion zum pri­va­ten Daten­schutz im Rah­men der Roten Kul­tur­wo­chen. Für Satire sorgt der Kaba­ret­tist Wer­ner Meier, der im Juli in der Lach– und Schieß­ge­sell­schaft mit „Apps geht immer“ die Lach­mus­keln der Zuhö­rer stra­pa­zierte. Für Auf­klä­rung sorgt der vom ZDF pro­du­zierte Film „Der glä­serne Deut­sche — Wie Bür­ger aus­ge­späht wer­den!“, zur Ver­fü­gung gestellt von der Otto Bren­ner Stif­tung in Frank­furt. Inter­es­sante Infor­ma­tion zur pri­va­ten Daten­si­cher­heit bie­tet der Daten­schutz­be­auf­tragte Sascha Kuhrau aus Nürnberg.

Ort: Huber­wirt Eching
Beginn: 19:00 Uhr
Ter­min: 18.10.2013

Leitfaden des BSI zur sicheren Konfiguration von Windows-PCs in Unternehmen

Von | 25. September 2013

Jeder kennt es, nicht jeder mag es — das markt­be­herr­schende Betriebs­sys­tem Win­dows von Micro­soft. Auf­grund sei­ner Ver­brei­tung und sei­ner Archi­tek­tur weist es zahl­rei­che Schwach­stel­len auf. Somit ist es ein belieb­tes Ziel von Angriffen.

Um so mehr sind Admi­nis­tra­to­ren gefor­dert, Ein­zel– oder Gruppen-PCs mit­tels loka­ler oder Domain-Richtlinie wei­test­ge­hend „abzu­dich­ten“. Das Bun­des­amt für Sicher­heit in der Infor­ma­ti­ons­tech­nik (BSI) hat hierzu vor gerau­mer Zeit einige Emp­feh­lun­gen herausgegeben.

Mehr Ser­vices = mehr Bedrohungen

Viele nütz­li­che und wich­tige Dienst­leis­tun­gen – wie Online-Banking, E-Commerce, E-Government etc. – wer­den heute über das Inter­net genutzt. In Zukunft wird sich die Anzahl der ange­bo­te­nen Online-Services wei­ter erhö­hen. Hinzu kommt der ver­stärke Ein­satz neuer mobi­ler End­ge­räte (Smart­pho­nes und Tablets), mit denen diese Dienst­leis­tun­gen genutzt wer­den können.

Das Risiko steigt

Logi­sche Kon­se­quenz der ver­stärk­ten Nut­zung und der immer kom­ple­xe­ren Software-Architektur ist ein stei­gen­des Bedro­hungs­ri­siko für End­ge­räte, aber auch ganze Unternehmensnetzwerke.

Mit Stan­dards Grund­si­che­rung gewährleisten

Von daher ist es nur ein logi­scher Schritt des BSI, aktu­elle Emp­feh­lun­gen aus­zu­spre­chen, wie die Sicher­heit der IT-Systeme und der dar­auf gespei­cher­ten Daten gewähr­leis­tet wer­den kann.

Sicher­heit in jeder Phase

Das BSI geht bei sei­nen Emp­feh­lun­gen von den vier typi­schen Lebens­zy­klen eines PC aus:

  • Kauf
  • Instal­la­tion und Inbetriebnahme
  • lau­fen­der Betrieb und
  • Ent­sor­gung und Vernichtung.
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Robinson-Liste zum Schutz vor (Post-) Werbung jetzt auch mit Online-Eintrag

Von | 31. August 2013

Wie Direkt­mar­ke­ting Blog berich­tet, kön­nen Ver­brau­cher sich nun auch online auf die sog. Robinson-Liste zum Schutz vor adres­sier­ter Wer­bung ein­tra­gen. Bis­her war dies ledig­lich schrift­lich oder per Tele­fon mög­lich. Seriöse Unter­neh­men nut­zen die Robinson-Liste zum Abgleich, um nie­man­den anzu­schrei­ben, der keine adres­sierte Wer­bung erhal­ten möchte. Eine gute Sache, fin­det Direkt­mar­ke­ting Blog — dem kann ich mich nur anschlie­ßen. Ein Besuch der Web­seite www.ichhabediewahl.de lohnt auf jeden Fall.

Mal sehen, was der Kollege so verdient — Datenpanne bei der Telekom

Von | 29. August 2013

Ver­geb­li­che Mühe

Seit Jah­ren bemüht sich die Deut­sche Tele­kom um Ver­bes­se­run­gen im Umgang mit per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten, nicht nur auf­grund zahl­rei­cher Skan­dale. Wie zahl­rei­che Medien wie n-tv nun berich­ten, hat es beim Beschäf­ti­gen­da­ten­schutz nicht ganz gereicht.

120.000 Mit­ar­bei­ter betroffen

Eine interne Daten­bank mit Anga­ben zu fast allen Mit­ar­bei­tern des Unter­neh­mens samt Name, Anschrift und Gehalt stand einem grö­ße­ren Mit­ar­bei­ter­kreis zur Ein­sicht zur Ver­fü­gung, als eigent­lich zuläs­sig gewe­sen wäre. Die ursprüng­lich vor­ge­se­hene Anony­mi­sie­rung war nicht erfolgt.

Seit 2002 soll die Daten­bank in die­ser Form ver­füg­bar gewe­sen sein. Mitt­ler­weile wurde sie vom Netz genom­men. Ein exter­ner Wirt­schafts­prü­fer soll die Ursa­chen und Fol­gen nun ermit­teln. Der Betriebs­rat läßt die Unter­su­chung durch einen eige­nen Anwalt begleiten.

Nach Unter­neh­mens­an­ga­ben hat man von einem Miß­brauch der Daten bis­her keine Kenntnis.

 

 

Apothekenrechenzentrum verkauft Patientendaten an Marktforschungsunternehmen mit unzureichender Verschlüsselung

Von | 18. August 2013

Warum in die Ferne schwei­fen, wo die Daten­panne liegt so nah …

Wer braucht schon einen NSA Abhör­skan­dal aus den USA, wenn vor der eige­nen Haus­tür laut Thilo Wei­chert, Lei­ter des Unab­hän­gi­gen Lan­des­zen­trums für Daten­schutz Schleswig-Holstein (ULD), “einer der größ­ten Daten­skan­dale der Nach­kriegs­zeit” stattfindet.

Was ist passiert?

Das betrof­fene Apo­the­ken­re­chen­zen­trum ver­kauf seine Daten u.a. an das US Unter­neh­men IMS Health.Dieser Kon­zern ver­folgt nach Anga­ben von Spie­gel Online die Krank­hei­ten welt­weit von mehr als 300 Mil­lio­nen Pati­en­ten und von circa 42 Mil­lio­nen gesetz­lich Kran­ken­ver­si­cher­ten aus Deutsch­land. Einge der soge­nann­ten “Pati­en­ten­kar­rie­ren” sind bis 1992 zurück verfolgbar.

Ist das über­haupt zulässig?

Gene­rell ist die Wei­ter­gabe von Rezept­da­ten in aus­rei­chend ver­schlüs­sel­ter Form (also ohne Rück­führ­bar­keit auf den betrof­fe­nen Pati­en­ten) zuläs­sig. Für ankau­fende Phar­ma­un­ter­neh­men sind diese Infor­ma­tio­nen auch in anony­mi­sier­ter Form noch aus­sa­ge­kräf­tig genug.

Die Beto­nung liegt auf “aus­rei­chend verschlüsselt”

Im kon­kre­ten Fall ist die­ser Schlüs­sel ledig­lich 64-stellig und läßt sich, wie Spie­gel Online berich­tet, nach vor­lie­gen­den Doku­men­ten rela­tiv ein­fach auf die ursprüng­li­che Ver­si­cher­ten­num­mer zurück­rech­nen. Zusätz­lich wer­den noch Alter und Geschlecht über­tra­gen. Die unzu­rei­chende Ver­schlüs­se­lung birgt das Risiko einer Zurück­ver­fol­gung bis hin zu der Infor­ma­tion, wel­che Arzt­pra­xis wel­chem Pati­en­ten wel­ches Medi­ka­ment ver­ord­net hat. Das Ver­triebs­con­trol­ling von Phar­ma­un­ter­neh­men würde dies freuen. Ließe sich … Weiterlesen

Notariat in Ostfildern (Baden-Württemberg) entsorgt Unterlagen im normalen Altpapierbehälter

Von | 8. August 2013

Einem Notar soll­ten die The­men Schwei­ge­pflicht und Daten­schutz nicht unbe­kannt sein. Doch nicht nur auf­grund zahl­rei­cher gesetz­li­cher Vor­schrif­ten, son­dern auch auf­grund des gesun­den Men­schen­ver­stands sollte klar sein, das nota­ri­elle Akten und Unter­la­gen nichts im nor­ma­len Papier­ab­fall zu suchen haben.

In Ost­fil­dern im Kreis Ess­lin­gen, unweit von Stutt­gart, sah man dies wohl anders. Anwoh­ner eines Büro– und Wohn­haus­kom­ple­xes staun­ten nicht schlecht über ihren Fund. Sta­pel­weise Doku­mente eines vor Ort ansäs­si­gen staat­li­chen Nota­ri­ats lagen in einem öffent­lich zugäng­li­chen Papier­müll­be­häl­ter, so mel­det es der Schwarz­wäl­der Bote in sei­ner Online-Ausgabe am 07.08.2013. Nach­lass­un­ter­la­gen, Tes­ta­mente, Grund­buch­aus­züge und Erb­ver­träge in Kopie oder als Aus­druck für jeder­mann zugreif­bar. Als Höhe­punkt befand sich dar­un­ter eine beglau­bigte Abschrift einer Nach­lass­an­ge­le­gen­heit mit offi­zi­el­lem Siegel.

Das Nota­riat schiebt den schwar­zen Peter auf die Stadt. Diese sei schließ­lich für die daten­schutz­kon­forme Ent­sor­gung zustän­dig. Das weist deren Spre­che­rin ent­schie­den zurück. Man stelle zwar die Räum­lich­kei­ten, wie es das Lan­des­ge­setz vor­sähe, sei aber defi­ni­tiv nicht für die Ver­nich­tung von Akten des Nota­ri­ats zuständig.

Unab­hän­gig davon, was nun davon stimmt, bleibt die Vor­ge­hens­weise des Nota­ri­ats zu hin­ter­fra­gen, die Akten an einem frei zugäng­li­chen öffent­li­chen Ort zu “lagern”. Ver­lie­rer im Kom­pe­tenz­ge­ran­gel sind mal wie­der Daten­schutz und die Betrof­fe­nen, trotz ein­schlä­gi­ger Vorschriften.

Übri­gens: Ihr Daten­schutz­be­auf­trag­ter kann … Weiterlesen

Datenschutz geht zur Schule” heute in Erlangen

Von | 19. Juli 2013

Logo Datenschutz geht zur SchuleHeute sind wir mit unse­rer Initia­tive “Daten­schutz geht zur Schule” am Fri­de­ri­ca­num Gym­na­sium in Erlan­gen.
Letz­tes Jahr durf­ten wir hier sehr neu­gie­rige Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 6. Klas­sen für das Thema Inter­net und Soziale Netz­werke begeis­tern und sensibilisieren.

Wird die­ses Jahr sicher wie­der eine tolle Veranstaltung

Zur Web­seite der Initiative

Datenschutz geht zur Schule” in Lauf und Erlangen

Von | 27. Juni 2013

Ken­nen Sie schon die Initia­tive “Daten­schutz geht zur Schule” von unse­rem  Berufs­ver­band der Daten­schutz­be­auf­trag­ten Deutsch­lands (BvD) e.V.? Diese wurde 2011 mit dem Preis “Deutsch­land Land der Ideen — Aus­ge­wähl­ter Ort” ausgezeichnet.

Seit Anfang 2010 sind Dozen­tin­nen und Dozen­ten des BvD mit Unter­richts­kon­zep­ten für die Sekun­dar­stu­fen I und II bun­des­weit an Schu­len unter­wegs, um Schü­le­rin­nen und Schü­lern klare und ein­fa­che Ver­hal­tens­re­geln für den sen­si­blen Umgang mit ihren per­sön­li­chen Daten im Netz näher zu bringen.

a.s.k. Daten­schutz wird am 10.07.2013 in der Kuni­gun­den­schule in Lauf und am 19.07.2013 am Fri­de­ri­cia­num Gym­na­sium in Erlan­gen mit meh­re­ren Schul­klas­sen das bri­sante Thema Soziale Netz­werke — Chan­cen, Risi­ken und Gefah­ren beleuch­ten. In 90-minütigen Vor­trä­gen und Gesprä­chen, Dis­kus­sio­nen, kur­zen Film­se­quen­zen und  Erfah­rungs­aus­tau­schen ver­su­chen wir mit viel Pra­xis­nähe und Erfah­rung im Dia­log mit den Kin­dern einige „AHA-Effekte“ zu erzielen.

Mit gleich­blei­bend hoher Qua­li­tät und Aktualität

Anhand der prak­ti­schen Erfah­run­gen, der Beur­tei­lun­gen und Hin­weise aus den bun­des­weit gehal­te­nen Vor­trä­gen, ent­wi­ckelt ein Team von Daten­schutz­be­auf­trag­ten unsere Vor­trags­un­ter­la­gen bestän­dig wei­ter und stellt sicher, dass alle Dozen­tIn­nen mit den aktu­ells­ten Infor­ma­tion arbei­ten können.

Für Schul­klas­sen kostenfrei

Es ist uns ein Anlie­gen den ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit den Medien die­ser Zeit kon­struk­tiv zu beglei­ten! Dem­ent­spre­chend inves­tie­ren unsere Dozen­tin­nen und Dozen­ten kos­ten­frei ihre … Weiterlesen