Wie lösche ich mein Facebook Profil?

Von | 24. Februar 2015

Der Auf­re­ger

Ende 2014 war die Auf­re­gung groß. Face­book kün­digte eine Ände­rung sei­ner Datennut­zungsschutz­richt­li­nie für 2015 an. Der Stein des Ansto­ßes fin­det sich gleich zu Beginn

“Du gibst uns eine nicht-exklusive, über­trag­bare, unter­li­zen­sier­bare, gebüh­ren­freie, welt­weite Lizenz zur Nut­zung jeg­li­cher IP-Inhalte, die du auf oder im Zusam­men­hang mit Face­book pos­tet („IP-Lizenz“). Diese IP-Lizenz endet, wenn du deine IP-Inhalte oder dein Konto löscht, außer deine Inhalte wur­den mit ande­ren Nut­zern geteilt und diese haben die Inhalte nicht gelöscht.“

Kurz: alles, was Du als Nut­zer pos­test, wird von uns ver­wer­tet. Oder wie es unser Part­ner­blog datenschutzbeauftragter-info.de so pas­send for­mu­liert: “Friss oder stirb”

Das Laby­rinth des Minotaurus

Wer die Funk­ti­ons– und Vor­ge­hens­weise von Face­book kennt, der weiß, wie schwie­rig es ist, sein Pro­fil dort zu löschen. Regel­mä­ßig ändern sich die Menü­struk­tu­ren und sol­che “unwich­ti­gen” Funk­tio­nen ver­schwin­den zuun­terst am Ende in The­men­be­rei­chen, wo sie Otto Nor­mal­ver­brau­cher im Zwei­fel nicht sucht oder fin­det. Und wenn der Nut­zer dabei ver­se­hent­lich noch die eine oder andere Ein­stel­lung zu Pri­vat­sphäre und Daten­schutz falsch inter­pre­tiert, gibt er noch mehr über sich preis, statt sein Pro­fil loszuwerden.

Time to say good bye

Für die­je­ni­gen, die nun wirk­lich genug haben, von der Daten­sam­mel­wut und der Igno­ranz deut­scher und euro­päi­scher … Weiterlesen

Telefonnummer gesucht? Facebook hilft aus

Von | 22. Juni 2013

Face­book selbst, nennt den Vor­gang “ärger­lich und pein­lich”. Der eine oder andere fand ihn viel­leicht sogar recht nützlich.

Die Grund­lage

Eines der “Komfort-Features” von Face­book besteht aus der Mög­lich­keit, das vor­han­dene Adress­buch samt der darin ent­hal­te­nen per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten auf Ser­ver des Unter­neh­mens hoch­zu­la­den. Alter­na­tiv kann man auch seine Online-Adressbücher für den direk­ten Zugriff durch das ame­ri­ka­ni­sche Unter­neh­men frei­schal­ten. Um nicht selbst nach Freun­den und Bekann­ten suchen zu müs­sen, ver­glich Face­book nun die hoch­ge­la­de­nen Anga­ben mit Daten vor­han­de­ner Nut­zer. Wer allzu sorg­los die Einladen-Funktion für noch nicht auf Face­book bekannte Kon­takte klickte, sorgte zusätz­lich für eine Flut von auf­mun­tern­den Ein­la­dun­gen per Email in hoher Takt­zahl in das Post­fach mit der Email-Adresse des betrof­fe­nen Kon­takts. Gerade bei geschäft­li­chen Kon­tak­ten oder auch Pati­en­ten und Kun­den von Arzt­pra­xen und Anwalts­kanz­leien sorgte das regel­mä­ßig für Erheiterung.

Die Panne

Kam man als Face­book Nut­zer nun auf die Idee, seine Daten wie­der von den Ser­vern des Unter­neh­mens abzu­ru­fen, waren diese fein säu­ber­lich ergänzt. Wo mög­li­cher­weise Lücken bei Email-Adressen oder Tele­fon­num­mern klaff­ten, waren diese nun aku­rat durch die Anga­ben von ande­ren Nut­zern und deren hoch­ge­la­de­nen Adress­bü­chern ver­voll­stän­digt. Kom­for­ta­bler ist die Pflege der eige­nen Kon­takt­da­ten­bank doch kaum zu haben.

Was sagt Face­book dazu?

Mitt­ler­weile ist die­ses “Fea­ture” beho­ben. Das … Weiterlesen

Etappensieg für Facebook: Klarnamenpflicht bleibt bestehen

Von | 18. Februar 2013

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Schles­wig hat ent­schie­den: die Klar­na­men­pflicht für Facebook-Nutzer aus Deutsch­land bleibt (vor­erst) beste­hen! Das Unab­hän­gige Lan­des­da­ten­schutz­zen­trum Schleswig-Holstein (ULD)  hatte gegen diese Ver­pflich­tung geklagt.  Dem­nach wäre eine Pseud­ony­mi­sie­rung der Nut­zer­na­men auf­grund deut­scher Rechts­vor­schrif­ten not­wen­dig. Deut­sches Recht sei anzu­wen­den, da Face­book eine GmbH mit Sitz in Ham­burg habe.

Das Gericht ist der Argu­men­ta­tion des ULD nicht gefolgt. Nach des­sen Sicht­weise sei die euro­päi­sche Nie­der­las­sung in Irland aus­schlag­ge­bend und somit gelte iri­sches Recht. Damit stellte das Gericht gene­rell die Zustän­dig­keit deut­scher Daten­schutz­be­hör­den in Frage. Das iri­sche Daten­schutz­recht kennt kein sol­ches Anrecht auf Pseudonyme.

Thilo Wei­chert, Lei­ter des ULD zeigt sich über­rascht: “Die Ent­schei­dun­gen sind mehr als ver­blüf­fend und gehen in der Argu­men­ta­tion über das Vor­brin­gen von Face­book hin­aus, das die Nicht­an­wend­bar­keit des deut­schen Daten­schutz­rech­tes damit begrün­dete, Face­book Inc. in den USA sei nur der Auf­trags­da­ten­ver­ar­bei­ter der Face­book Ire­land Ltd. Sie sind in sich wider­sprüch­lich, wenn sie die feh­lende recht­li­che Rele­vanz von Face­book Ger­many damit erklä­ren, dass dort keine Daten ver­ar­bei­tet wür­den, zugleich aber das Unter­neh­men in Irland für zustän­dig erklä­ren, obwohl dort auch keine Daten ver­ar­bei­tet wer­den.” Die Ent­schei­dung sei auch im Hin­blick auf das euro­päi­sche Daten­schutz­recht wenig nachvollziehbar.

Quelle: https://www.datenschutzzentrum.de/presse/20130215-verwaltungsgericht-facebook.htm

 

Facebook — heißes Pflaster für Unternehmen und Gewerbetreibende

Von | 25. Januar 2013

Face­book hat sei­nen Sitz, wie die meis­ten Anbie­ter sozia­ler Netz­werke, außer­halb von Deutsch­land oder des euro­päi­schen Rechts­raums. Der Fir­men­sitz in den USA hat recht­lich für die Betrei­ber einige Vor­teile.  Nicht von unge­fähr gel­ten die USA als nicht­si­cher, was Daten­schutz angeht. Dies wirkt sich schnell auf die Pra­xis aus. Wer hat für den Fir­men­auf­tritt in Face­book nicht schon mal ver­geb­lich ein pas­sen­des und recht­kon­for­mes Feld für das Impres­sum gesucht? Doch jetzt kommt ein neues Risiko für gewerb­li­che Betrei­ber von Auf­trit­ten in sozia­len Netz­wer­ken hinzu.

Face­book gene­riert für geteilte Inhalte ein „Thumbnail“ – ein klei­nes Vor­schau­bild­chen – und schmückt den Ein­trag auf der Pinn­wand mit die­ser Miniaturvorschau.

Sieht schick aus! Spricht an! Ist brandgefährlich!

Eine Ber­li­ner Rechts­an­walts­kanz­lei hat einen gewerb­li­chen Facebook-Betreiber abge­mahnt. Grund: auf sei­ner Pinn­wand fand sich die Mini­vor­schau eines urhe­ber­recht­lich geschütz­ten Bil­des. Das gelangte auf­grund der viel­fach genutz­ten „Teilen“-Funktion an die­sen Platz. Die Urhe­ber­rechts­in­ha­be­rin, eine Foto­gra­fin, ver­langte die sofor­tige Ent­fer­nung, die Abgabe einer straf­be­wehr­ten Unter­las­sungs­er­klä­rung und zusätz­lich Scha­dens­er­satz in Höhe von 1.200 Euro. Hinzu kom­men noch die Anwalts­ge­büh­ren in Höhe von 546 Euro.

Der Rechts­ver­tre­ter des abge­mahn­ten Unter­neh­mens bejaht den Rechts­ver­stoß, der in die­sem Falle nicht abge­strit­ten wer­den kann. An der Höhe der For­de­rung äußerte er jedoch Zwei­fel. Nichts­des­to­trotz wird … Weiterlesen

Umstrittenes Schnüffel-Projekt der SCHUFA beerdigt — keine Ausspähung sozialer Netzwerke wie Facebook & Co

Von | 8. Juni 2012

So schnell wie das höchst umstrit­tene Pro­jekt der SCHUFA in den Fokus der Bericht­er­stat­tung gelangt ist, so schnell wurde das Pro­jekt auf­grund der zahl­rei­chen Pro­teste der Daten­schüt­zer, Poli­tik und Ver­brau­cher wie­der beer­digt. Das von der SCHUFA mit der Pro­jekt­idee beauf­tragte HPI (Hasso-Plattner-Institut) kün­digte den Ver­trag. stern.de vermeldet:

“Ange­sichts man­cher Miss­ver­ständ­nisse in der Öffent­lich­keit über den ver­ein­bar­ten For­schungs­an­satz und dar­auf auf­bau­en­der Reak­tio­nen könne ein sol­ches wis­sen­schaft­li­ches Pro­jekt nicht unbe­las­tet und mit der nöti­gen Ruhe durch­ge­führt wer­den”, so der HPI-Direktor Chris­toph Mei­nel am heu­ti­gen Tage.

Lesen Sie mehr über den Stein des Ansto­ßes.

SCHUFA-Plan ruft Politik auf den Plan: Stopp der Facebook-Schnüffelei gefordert

Von | 7. Juni 2012

Ungläu­bi­ges Augenreiben

Ob die­ser Mel­dung reibt man sich unwill­kür­lich die Augen und staunt: Die wohl bekann­teste Aus­kunf­tei in Deutsch­land — SCHUFA — plant, Nut­zer in den sozia­len Netz­wer­ken wie Face­book, Twit­ter und Xing aus­zu­spio­nie­ren und die Schnüffel-Ergebnisse in die Bewer­tung der Kre­dit­wür­dig­keit des Ein­zel­nen mit ein­flie­ßen zu las­sen. Dies ver­mel­dete heute Nacht NDR Info. Soge­nannte “Pro­jekt­ideen” gehen sogar noch wei­ter (Aus­zug NDR Info):

  • Wel­che Infor­ma­tio­nen kön­nen aus “nicht-öffentlichen Quel­len” (dark web) gezo­gen werden?
  • Gene­rie­rung von elek­tro­ni­schen Iden­ti­fi­zie­rungs­da­ten (e-mail-Adressen, e-Postbriefadresse, facebook-ID …)
  • Rela­ti­onship Extrac­tion, um Bezie­hun­gen zwi­schen Enti­tä­ten zu gewin­nen (Person/Person; Person/Unternehmen; Unternehmen/Unternehmen). Mög­li­che Quel­len: Nach­rich­ten, Blogs, Wiki­pe­dia, soziale Netzwerke …
  • VIP-Identifikation: Auto­ma­ti­sierte Iden­ti­fi­ka­tion von Per­so­nen öffent­li­chen Inter­es­ses, Ver­brau­cher­schüt­zern und Journalisten
  • Ad-hoc-Sentiment Ana­lyse für Per­so­nen: Spe­zia­li­sierte Per­so­nen­su­che, die neben struk­tu­rier­ten Infor­ma­tio­nen auch zuvor gesam­mel­ten Text­da­ten sowie ad-hoc-angefragte Text­da­ten nutz, um ein aktu­el­les Mei­nungs­bild zu der Per­son zu ermit­teln. Mög­li­che Quel­len: Blogs, Twit­ter, Nach­rich­ten­sei­ten, Unter­neh­mens­home­page, Aktienkurs …
  • Jeweils Kor­re­la­tio­nen zur Boni­tät untersuchen

Zeige mir Dein sozia­les Umfeld und ich ent­scheide über Deine Kreditwürdigkeit

Bei Daten­schüt­zern und Poli­ti­kern stößt das Pro­jekt der SCHUFA auf hef­tige Kri­tik. So äußert Jus­tiz­mi­nis­te­rin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger gegen­über SPIEGEL Online “Es darf nicht sein, dass Facebook-Freunde und Vor­lie­ben dazu füh­ren, dass man zum Bei­spiel kei­nen Handy-Vertrag abschlie­ßen kann.”Weiterlesen

Tipp: Facebook Unternehmensseiten mit Impressum ausstatten (Impressumspflicht)

Von | 21. Mai 2012

Die Abmahn­in­dus­trie hat neues Fut­ter — Unter­neh­mens­auf­tritte bei Face­book ohne Impres­sum! Wie jeder andere gewerb­li­che Webauf­tritt muss auch die moderne Face­book Fan­page über ein rechts­si­che­res Impres­sum ver­fü­gen, es besteht Impress­ums­pflicht. Urteile und Kom­men­tare hierzu gibt es zuhauf — der geneigte Leser mag die Such­funk­tio­nen ein­schlä­gi­ger Such­ma­schi­nen bemühen.

Eine ein­fa­che und recht schnelle Form der Umset­zung stelle ich hier kurz vor. Erstel­len Sie in weni­gen Schrit­ten ein Impres­sum für Ihre Face­book Fanpage.

Schritt 1: Ein­log­gen in Facebook

Schritt 2: Suche nach “sta­tic iframe tab” und Aus­wahl der Anwen­dung (Maus­klick). Gele­gent­lich führt die Suche kei­nen Tref­fer auf, dann ver­wen­den Sie bitte den Such­be­griff “Woobox”

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 3: Install Page Tab (alter­na­tiv Install 2nd Tab, wenn schon andere Tabs mit die­sem Tool ein­ge­rich­tet wurden)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 4: Seite aus­wäh­len, zur der die­ser Tab hin­zu­ge­fügt wer­den soll

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 5: Hier ist der neue Tab schon sicht­bar, die­sen nun ankli­cken und im Fol­ge­fens­ter die Anwen­dung autorisieren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 6: Die Frage im nächs­ten Fens­ter noch bestä­ti­gen und es erscheint das Kon­fi­gu­ra­ti­ons­fens­ter. Hier tra­gen Sie nun (am bes­ten den Edi­tor rechts über dem Ein­ga­be­fens­ter akti­vie­ren oder als HTML-Code) Ihren Impress­ums­text ein und ver­ge­ben unter Tab Name (den Ein­trag “Wel­come” löschen) “Impres­sum” ein. Danach noch “Save set­tings” betä­ti­gen und auf … Weiterlesen

Facebook verschiebt Einführung der umstrittenen neuen Datenschutz-Richtlinien

Von | 24. März 2012

zdnet.de berich­tet, Face­book ver­schiebt nach eige­ner Dar­stel­lung die Ein­füh­rung der umstrit­te­nen neuen Datenschutz-Richtlinien. Diese waren u.a. sei­tens der Daten­schutz­be­auf­trag­ten Ham­burgs und Schleswig-Holsteins in scharfe Kri­tik geraten:

“Die Daten­ver­wen­dungs­richt­li­nien sind weder mit euro­päi­schem noch mit deut­schem Daten­schutz­recht ver­ein­bar. Eine wirk­same Ein­wil­li­gung der Nut­zer schei­tert vor allem an einer kla­ren Auf­klä­rung über die Daten­ver­ar­bei­tung und der feh­len­den Wahl­mög­lich­keit für die Betrof­fe­nen, die Ver­wen­dung ihrer Nut­zungs– und Inhalts­da­ten für Wer­be­zwe­cke zu unter­sa­gen. Statt­des­sen legt Face­book ein wei­te­res sehr plump for­mu­lier­tes Regel­werk vor, das eher Dun­kel­heit in den auto­ma­ti­sier­ten Daten­ver­ar­bei­tungs­d­schun­gel des sozia­len Netz­werks bringt. Statt nun Infor­ma­tio­nen und Wahl­mög­lich­kei­ten zu ver­bes­sern, wer­den die Nut­zer wei­ter an der Nase her­um­ge­führt. Es sollte sich lang­sam durch­set­zen, dass zumin­dest seriöse deut­sche Anbie­ter mit der­art win­di­gen Ange­bo­ten nicht zusammenarbeiten.”

2-Klick-Lösung: Alternative zum Facebook “Gefällt mir”- / Like-Button datenschutzkonform?

Von | 20. Dezember 2011

Mann mit Lupe - Unter BeobachtungDer gest­rige Blog­bei­trag Face­books “Gefällt mir” / “Like” nun bun­des­weit unter Beschuss vom 19.12.2011 hat auf Xing.de die Frage auf­ge­wor­fen, wie denn Daten­schutz­ver­stöße beim Ein­satz von social plugins wie dem “Gefällt mir”- / “Like”-Button von Face­book ver­mie­den wer­den kön­nen. Die Ant­wort ist recht sim­pel: zur Zeit eigent­lich nur durch den Ver­zicht auf den Ein­satz die­ser Plugins.

Da diese Mög­lich­keit mit fort­schrei­ten­der Ver­net­zung und den sich aus sozia­len Netz­wer­ken bie­ten­den Umsatz­po­ten­tia­len für Unter­neh­men nicht sehr befrie­di­gend ist, wird fleis­sig an Alter­na­ti­ven gear­bei­tet, pro­gram­miert und argu­men­tiert. Allen voran steht hier zur Zeit die sog. 2-Klick-Lösung. Diese wird von zahl­rei­chen Sei­ten und Unter­neh­men in ver­schie­de­nen Aus­prä­gun­gen umge­setzt und pro­pa­giert. Ein recht bekann­ter Ver­tre­ter ist der heise Ver­lag, u.a. Her­aus­ge­ber des pro­fes­sio­nel­len Com­pu­ter­ma­ga­zins c’t.

Kri­tik am Face­book “Gefällt mir”-Button

Die übli­che Ein­bin­dung des Face­book “Gefällt mir” — But­tons steht aus meh­re­ren Grün­den unter Beschuss der Daten­schutz­be­hör­den. Das beginnt bei der Erstel­lung von Benut­zer­pro­fi­len, unab­hän­gig von einer Anmel­dung bei Face­book, geht über die Über­mitt­lung per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten an ein nicht-sicheres Land wie die USA und hört bei der feh­len­den Ein­wil­li­gung des Web­sei­ten­be­su­chers vor der gan­zen Erfas­sung und Über­tra­gung noch lange nicht auf. Wer hier tie­fer in das Thema ein­stei­gen will:

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Facebooks “Gefällt mir” / “Like” nun bundesweit unter Beschuss

Von | 19. Dezember 2011

Bun­des­weite Unter­stüt­zung für Posi­tion des ULD

Am 08.12.2011 trat der sog. “Düs­sel­dor­fer Kreis”, ein Zusam­men­schluss der deut­schen Daten­schutz­be­hör­den zusam­men. Tags dar­auf folgte eine ent­spre­chende Pres­se­mel­dung. Bun­des­weit stel­len sich die Lan­des­da­ten­schutz­be­hör­den hin­ter die Posi­tion des ULD (Unab­hän­gi­ges Lan­des­zen­trum für Daten­schutz Schleswig-Holstein), wonach der Ein­satz des sog. “Gefällt mir”-/Like-Buttons, sog. social plugins sowie von Face­book Fan­pages gegen deut­sches Daten­schutz­recht verstößt.

Im Klar­text heißt es im Beschluss der obers­ten Aufsichtsbehörden:

“In Deutsch­land ansäs­sige Unter­neh­men, die durch das Ein­bin­den von Social Plugins eines Netz­wer­kes auf sich auf­merk­sam machen wol­len oder sich mit Fan­pages in einem Netz­werk prä­sen­tie­ren, haben eine eigene Ver­ant­wor­tung hin­sicht­lich der Daten von Nut­ze­rin­nen und Nut­zern ihres Ange­bots. Es müs­sen zuvor Erklä­run­gen ein­ge­holt wer­den, die eine Ver­ar­bei­tung von Daten ihrer Nut­ze­rin­nen und Nut­zer durch den Betrei­ber des sozia­len Netz­wer­kes recht­fer­ti­gen kön­nen. Die Erklä­run­gen sind nur dann rechts­wirk­sam, wenn ver­läss­li­che Infor­ma­tio­nen über die dem Netz­werk­be­trei­ber zur Ver­fü­gung gestell­ten Daten und den Zweck der Erhe­bung der Daten durch den Netz­werk­be­trei­ber gege­ben wer­den können.

Anbie­ter deut­scher Web­sites, die in der Regel keine Erkennt­nisse über die Daten­ver­ar­bei­tungs­vor­gänge haben kön­nen, die bei­spiels­weise durch Social Plugins aus­ge­löst wer­den, sind regel­mä­ßig nicht in der Lage, die für eine infor­mierte Zustim­mung ihrer Nut­ze­rin­nen und Nut­zer not­wen­dige Trans­pa­renz zu Weiterlesen