Tag Archives: Abmahnung

Na dann werben wir mal

Von | 13. Februar 2014

Einen Satz, den ich in der Pra­xis gele­gent­lich zu hören bekomme — oder zumin­dest auf die dahin­ter­ste­hende Grund­hal­tung bei Wer­be­maß­nah­men oft auf­grund Unkennt­nis stoße. Adreß­da­ten lie­gen zuhauf im Unter­neh­men vor, Quelle und zuläs­si­ger Ein­satz­zweck nicht zwin­gend bekannt. Unter­schei­dungs­merk­male zwi­schen Pri­vat– oder Geschäfts­adres­sen ad hoc nicht mög­lich, eine Klas­si­fi­zie­rung ob per­so­nen­be­zo­gen oder nicht liegt nicht vor.

Nach dem Prin­zip “Augen zu und durch” wer­den sol­che Daten­be­stände der inter­nen oder exter­nen Wer­be­ma­schi­ne­rie zuge­führt. Die Quittung(en) lie­gen meist schnell auf dem Tisch. Beschwer­den tele­fo­nisch oder per Email von “pri­va­ten” Betrof­fe­nen, Anfra­gen der zustän­di­gen Lan­des­da­ten­schutz­be­hörde auf­grund dort ein­ge­gan­ge­ner Beschwer­den und wenn nebem dem BDSG (Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz) auch das UWG (Gesetz gegen den unlau­te­ren Wett­be­werb) betrof­fen ist, kost­spie­lege Abmah­nun­gen als Folge.

Die Crux an Wer­bung ist, es gilt nicht nur eines, son­dern gleich meh­rere Gesetze zu prü­fen und ein­zu­hal­ten. Und nicht immer sind die Abgren­zun­gen klar, was wie wo gilt je nach Art der Aus­sen­dung und des zu bewer­ben­den Ange­spro­che­nen. Die­sem Umstand trägt der Düs­sel­dor­fer Kreis (als Zen­tral­or­gan der Lan­des­da­ten­schutz­be­hör­den) mit sei­ner Ver­öf­fent­li­chung mit Stand Dezem­ber 2013 Rechnung

“Anwen­dungs­hin­weise der Daten­schutz­auf­sichts­be­hör­den zur Erhe­bung, Ver­ar­bei­tung und Nut­zung von per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten für werb­li­che Zwecke”

Das zwölf­sei­tige Doku­ment kann als PDF her­un­ter­ge­la­den wer­den und ist das Ergeb­nis einer Arbeits­gruppe … Weiterlesen

Facebook — heißes Pflaster für Unternehmen und Gewerbetreibende

Von | 25. Januar 2013

Face­book hat sei­nen Sitz, wie die meis­ten Anbie­ter sozia­ler Netz­werke, außer­halb von Deutsch­land oder des euro­päi­schen Rechts­raums. Der Fir­men­sitz in den USA hat recht­lich für die Betrei­ber einige Vor­teile.  Nicht von unge­fähr gel­ten die USA als nicht­si­cher, was Daten­schutz angeht. Dies wirkt sich schnell auf die Pra­xis aus. Wer hat für den Fir­men­auf­tritt in Face­book nicht schon mal ver­geb­lich ein pas­sen­des und recht­kon­for­mes Feld für das Impres­sum gesucht? Doch jetzt kommt ein neues Risiko für gewerb­li­che Betrei­ber von Auf­trit­ten in sozia­len Netz­wer­ken hinzu.

Face­book gene­riert für geteilte Inhalte ein „Thumbnail“ – ein klei­nes Vor­schau­bild­chen – und schmückt den Ein­trag auf der Pinn­wand mit die­ser Miniaturvorschau.

Sieht schick aus! Spricht an! Ist brandgefährlich!

Eine Ber­li­ner Rechts­an­walts­kanz­lei hat einen gewerb­li­chen Facebook-Betreiber abge­mahnt. Grund: auf sei­ner Pinn­wand fand sich die Mini­vor­schau eines urhe­ber­recht­lich geschütz­ten Bil­des. Das gelangte auf­grund der viel­fach genutz­ten „Teilen“-Funktion an die­sen Platz. Die Urhe­ber­rechts­in­ha­be­rin, eine Foto­gra­fin, ver­langte die sofor­tige Ent­fer­nung, die Abgabe einer straf­be­wehr­ten Unter­las­sungs­er­klä­rung und zusätz­lich Scha­dens­er­satz in Höhe von 1.200 Euro. Hinzu kom­men noch die Anwalts­ge­büh­ren in Höhe von 546 Euro.

Der Rechts­ver­tre­ter des abge­mahn­ten Unter­neh­mens bejaht den Rechts­ver­stoß, der in die­sem Falle nicht abge­strit­ten wer­den kann. An der Höhe der For­de­rung äußerte er jedoch Zwei­fel. Nichts­des­to­trotz wird … Weiterlesen

Tipp: Facebook Unternehmensseiten mit Impressum ausstatten (Impressumspflicht)

Von | 21. Mai 2012

Die Abmahn­in­dus­trie hat neues Fut­ter — Unter­neh­mens­auf­tritte bei Face­book ohne Impres­sum! Wie jeder andere gewerb­li­che Webauf­tritt muss auch die moderne Face­book Fan­page über ein rechts­si­che­res Impres­sum ver­fü­gen, es besteht Impress­ums­pflicht. Urteile und Kom­men­tare hierzu gibt es zuhauf — der geneigte Leser mag die Such­funk­tio­nen ein­schlä­gi­ger Such­ma­schi­nen bemühen.

Eine ein­fa­che und recht schnelle Form der Umset­zung stelle ich hier kurz vor. Erstel­len Sie in weni­gen Schrit­ten ein Impres­sum für Ihre Face­book Fanpage.

Schritt 1: Ein­log­gen in Facebook

Schritt 2: Suche nach “sta­tic iframe tab” und Aus­wahl der Anwen­dung (Maus­klick). Gele­gent­lich führt die Suche kei­nen Tref­fer auf, dann ver­wen­den Sie bitte den Such­be­griff “Woobox”

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 3: Install Page Tab (alter­na­tiv Install 2nd Tab, wenn schon andere Tabs mit die­sem Tool ein­ge­rich­tet wurden)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 4: Seite aus­wäh­len, zur der die­ser Tab hin­zu­ge­fügt wer­den soll

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 5: Hier ist der neue Tab schon sicht­bar, die­sen nun ankli­cken und im Fol­ge­fens­ter die Anwen­dung autorisieren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 6: Die Frage im nächs­ten Fens­ter noch bestä­ti­gen und es erscheint das Kon­fi­gu­ra­ti­ons­fens­ter. Hier tra­gen Sie nun (am bes­ten den Edi­tor rechts über dem Ein­ga­be­fens­ter akti­vie­ren oder als HTML-Code) Ihren Impress­ums­text ein und ver­ge­ben unter Tab Name (den Ein­trag “Wel­come” löschen) “Impres­sum” ein. Danach noch “Save set­tings” betä­ti­gen und auf … Weiterlesen

Ist Ihr Webauftritt datenschutzkonform? Mit Sicherheit mit dem Zertifikat a.s.k. websecure

Von | 12. März 2012

Kaum ein Unter­neh­men kommt ohne Webauf­tritt aus heut­zu­tage. Der Auf­tritt im World Wide Web ist zu mehr her­an­ge­wach­sen als die ursprüng­li­che digi­tale Visi­ten­karte. Mit zahl­rei­chen Funk­tio­nen wird um die Gunst der Besu­cher gebuhlt. News­let­ter, Kon­takt­for­mu­lare, Stel­len­aus­schrei­bun­gen, Gewinn­spiele, Social Media, Daten­schutz­er­klä­rung oder auch das Impres­sum haben natur­ge­mäß ihre Tücken und ber­gen das Risiko von Abmah­nun­gen und Buß­gel­dern. Prä­sen­tie­ren Sie Ihren Webseiten-Besuchern das Datenschutz-Zertifikat a.s.k. websecure und demons­trie­ren damit den daten­schutz­kon­for­men Umgang mit per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten Ihrer Webseite.

Und so ein­fach kom­men Sie zum Ziel:

  1. Schi­cken Sie uns mit dem unten­ste­hen­den For­mu­lar die URL Ihrer Web­seite und Ihre Kon­takt­da­ten. Sie erhal­ten zeit­nah Ihr Angebot.
  2. Nach Auf­trags­ver­gabe folgt ein umfang­rei­cher Check Ihres Webauf­tritts. Im Anschluß liegt Ihnen ein detail­lier­ter Ergeb­nis– und Maß­nah­men­be­richt vor.
  3. Jetzt gilt es für Sie, die iden­ti­fi­zier­ten Schwach­stel­len zu beseitigen.
  4. Nach posi­ti­ver Nach­prü­fung erhal­ten Sie das Datenschutz-Zertifikat a.s.k. websecure.

 

Die Prüf­punkte

  1. Impres­sum
  2. Daten­schutz­er­klä­rung (Umfang und Inhalt)
  3. Web­tracking Umsetzung
  4. News­let­ter Umsetzung
  5. Online-Buchungen / Kontaktformulare
  6. Stel­len­an­ge­bote online
  7. Social Media Inte­gra­tion / Umsetzung
  8. Zuläs­sig­keit der Datenerhebun
  9. Con­tent Manage­ment Sys­tem (CMS)

 

a.s.k. webse­cure

Das Datenschutz-Zertifikat a.s.k. webse­cure hat eine Gül­tig­keit von 12 Mona­ten und kann nach ent­spre­chen­der Nach­prü­fung ver­län­gert werden.

Inter­esse? Dann ein­fach For­mu­lar aus­fül­len — wir mel­den uns mit … Weiterlesen

2-Klick-Lösung: Alternative zum Facebook “Gefällt mir”- / Like-Button datenschutzkonform?

Von | 20. Dezember 2011

Mann mit Lupe - Unter BeobachtungDer gest­rige Blog­bei­trag Face­books “Gefällt mir” / “Like” nun bun­des­weit unter Beschuss vom 19.12.2011 hat auf Xing.de die Frage auf­ge­wor­fen, wie denn Daten­schutz­ver­stöße beim Ein­satz von social plugins wie dem “Gefällt mir”- / “Like”-Button von Face­book ver­mie­den wer­den kön­nen. Die Ant­wort ist recht sim­pel: zur Zeit eigent­lich nur durch den Ver­zicht auf den Ein­satz die­ser Plugins.

Da diese Mög­lich­keit mit fort­schrei­ten­der Ver­net­zung und den sich aus sozia­len Netz­wer­ken bie­ten­den Umsatz­po­ten­tia­len für Unter­neh­men nicht sehr befrie­di­gend ist, wird fleis­sig an Alter­na­ti­ven gear­bei­tet, pro­gram­miert und argu­men­tiert. Allen voran steht hier zur Zeit die sog. 2-Klick-Lösung. Diese wird von zahl­rei­chen Sei­ten und Unter­neh­men in ver­schie­de­nen Aus­prä­gun­gen umge­setzt und pro­pa­giert. Ein recht bekann­ter Ver­tre­ter ist der heise Ver­lag, u.a. Her­aus­ge­ber des pro­fes­sio­nel­len Com­pu­ter­ma­ga­zins c’t.

Kri­tik am Face­book “Gefällt mir”-Button

Die übli­che Ein­bin­dung des Face­book “Gefällt mir” — But­tons steht aus meh­re­ren Grün­den unter Beschuss der Daten­schutz­be­hör­den. Das beginnt bei der Erstel­lung von Benut­zer­pro­fi­len, unab­hän­gig von einer Anmel­dung bei Face­book, geht über die Über­mitt­lung per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten an ein nicht-sicheres Land wie die USA und hört bei der feh­len­den Ein­wil­li­gung des Web­sei­ten­be­su­chers vor der gan­zen Erfas­sung und Über­tra­gung noch lange nicht auf. Wer hier tie­fer in das Thema ein­stei­gen will:

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Der Facebook “Like-Button” — Aufregung im Netz

Von | 21. März 2011

Der Face­book “Like-Button” sorgt für immer mehr Auf­re­gung und kon­tro­verse Dis­kus­sion im Web. Teil­weise erschei­nen die Fron­ten recht ver­här­tet. Einer­seits wer­den Aus­sa­gen getä­tigt, wer seine Daten schüt­zen wolle, solle ein­fach auf das Inter­net ver­zich­ten. Ande­rer­seits wird mit der Unver­ein­bar­keit sol­che Fea­tures mit dem deut­schen Daten­schutz­recht argumentiert.

Was ist der “Like-Button” überhaupt?

Face­book stellt die­sen But­ton Sei­ten­be­trei­bern im Inter­net zu Ver­fü­gung. Ange­mel­dete Facebook-User kön­nen mit einem ein­fa­chen Klick auf “Gefällt mir” ihr Gefal­len an der Web­seite in ihrem Pro­fil kund­tun. Deren Online-Freunde kön­nen dies online sehen, neu­gie­rig wer­den und die Seite even­tu­ell auch besu­chen. Kli­cken diese eben­falls den “Gefällt mir-Button”, dann führt das zu einer (wün­schens­wer­ten) Mund-zu-Mund-Propaganda. Aus die­sem Grund ist diese Fun­kion mitt­ler­weile in eine Viel­zahl von Web­sei­ten und Blogs integriert.

Wieso nun die Aufregung?

Pro­ble­ma­tisch an die­sem But­ton und der dahin­ter­ste­hen­den Rou­tine ist, daß hier­bei nicht nur die Daten ange­mel­de­ter Facebook-Nutzer gesam­melt wer­den, son­dern die jedes Besu­chers einer Web­seite mit einem sol­chen But­ton. Face­book könnte diese Infor­ma­tio­nen z.B. zum Erstel­len kom­plet­ter Besu­cher– und Nut­zer­pro­file frem­der Web­sei­ten nut­zen. Face­book selbst hat sich bis­her lt. den Betrei­bern von hamburg.de nicht in befrie­di­gen­der und recht­lich belast­ba­rer Art und Weise zu der Erhe­bung, Nut­zung und Ver­ar­bei­tung die­ser Daten geäußert.

Grund genug für die … Weiterlesen

Vorsicht Falle: Email-Marketing / Newsletter sicher umsetzen

Von | 21. Februar 2011

NewsletterNews­let­ter und Email-Werbung bie­ten zahl­rei­che Fall­stri­cke, um gegen gel­tende gesetz­li­che Rege­lun­gen zu ver­sto­ßen und sich im Zwei­fel Abmah­nun­gen und Buß­gel­der ein­zu­fan­gen. Die Gründe hier­für kön­nen viel­fäl­tig sein: Unwis­sen­heit, Unbe­darft­heit oder feh­ler­hafte tech­ni­sche Umset­zung beim Opt-In uvm.

Bedau­er­li­cher­weise schüt­zen diese nicht vor den Rechtsfolgen.

Jan-Phillip Zie­bold hat in sei­nem Direkt­mar­ke­ting Blog einen kur­zen Bei­trag ver­öf­fent­licht in Ver­bin­dung mit einem sehr hilf­rei­chen Schau­bild zum Thema “Opt-In im Email-Marketing, so geht’s rich­tig!

Rein­schauen lohnt, versprochen!

Ihr Daten­schutz­be­auf­trag­ter sollte sich mit die­sem Thema übri­gens eben­falls aus­ken­nen. Sie haben gar kei­nen Daten­schutz­be­auf­trag­ten? Dann spre­chen Sie mich an.

Hamburger Datenschutzbeauftragter sagt Nein zu Google Analytics

Von | 14. Januar 2011

Trotz eini­ger Nach­bes­se­run­gen und Ver­su­che sei­tens Google mit dem Webtracking-Tool Ana­lytics den deut­schen Daten­schutz­an­for­de­run­gen gerecht zu wer­den (siehe auch den Bei­trag “Google Ana­lytics: Daten­schutz­pro­bleme gelöst?”), hat jetzt erneut der Ham­bur­ger Daten­schutz­be­auf­tragte Johan­nes Cas­per die rote Karte gezückt. Wie inter­net world heute online berich­tet, hat Cas­per die Ver­hand­lun­gen mit Google über eine daten­schutz­ge­rechte Aus­ge­stal­tung von Ana­lytics abge­bro­chen. Auf der Web­seite von Cas­per ist dies­be­züg­lich noch keine Ver­laut­ba­rung zu fin­den (Stand 12.01.2011).

Nach wie vor kri­ti­siert er die Erfas­sung und Über­tra­gung der Besucher-IP sowie deren Wei­ter­lei­tung auf Google Ser­ver in den USA ver­bun­den mit der dor­ti­gen Aus­wer­tungs­mög­lich­keit in Form von Bewe­gungs­pro­fi­len. Wei­ter­hin wer­den zahl­rei­che Besu­cher von Web­sei­ten, die Google Ana­lytics ein­set­zen, von der Wider­spruchs­mög­lich­keit gegen die Erfas­sung aus­ge­schlos­sen, weil für deren Inter­net Brow­ser keine Plug-Ins zur Unter­bin­dung der Erfas­sung durch  Ana­lytics ver­füg­bar sind.

Web­sei­ten­be­trei­ber, die nach wie vor auf Google Ana­lytics set­zen, sind nun erneut von Buß­gel­dern bedroht. Cas­per erwägt Mus­ter­pro­zesse gegen aus­ge­wählte Webseitenbetreiber.

Daten­schutz­ge­rechte Alter­na­ti­ven zu Google Ana­lytics gibt es, fra­gen Sie Ihren Daten­schutz­be­auf­trag­ten. Sie haben noch kei­nen Daten­schutz­be­auf­trag­ten? Dann spre­chen Sie mich an!

Update 14.01.2011:

Der Webauf­tritt des Ham­bur­ger Daten­schutz­be­auf­trag­ten läuft inner­halb des Gesamt­auf­tritts von hamburg.de. Da die­ser nach wie vor Google Ana­lytics zum Web­tracking ein­setzt, hat Cas­per den … Weiterlesen

Neue Abmahnfalle durch Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung (DL-InfoV)

Von | 19. Mai 2010

Inter­net Anbie­tern droht neues Unge­mach. Aus­lö­ser ist die Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung, die zum 18.05.2010 in Kraft getre­ten ist. Deren Grund­lage ist eine euro­päi­sche Richt­li­nie aus 2006, die nun durch die Bun­des­re­gie­rung in natio­na­les Recht umge­setzt wurde. Ziel der Richt­li­nie ist es, dis­kri­mi­nie­rende Bestim­mun­gen der Anbie­ter gegen­über Kun­den zu ver­hin­dern und ins­ge­samt den Ver­brau­cher­schutz zu stär­ken. Die vor­ge­schrie­be­nen Pflicht­in­for­ma­tio­nen für Webauf­tritte aus ver­schie­de­nen Berei­chen (BGB, TMG etc.) wur­den für die­sen Zweck über­ar­bei­tet und erweitert.

Diese Anga­ben müs­sen stets für den Besu­cher prä­sent sein (§ 2 DL-InfoV 888/09):

  • voll­stän­di­ger Name (Vor– und Fami­li­en­name) bei Ein­zel­per­so­nen oder Fir­mie­rung inkl. Rechts­form bei juris­ti­schen Per­so­nen oder rechts­fä­hi­gen Personengesellschaften
  • Tele­fon­num­mer, Email­adresse und sofern vor­han­den kom­plette Anschrift der Nie­der­las­sung oder ladungs­fä­hige Anschrift
  • Ein­trag im Handels-, Vereins-, Part­ner­schafts– oder Genos­sen­schafts­re­gis­ter unter Angabe des Regis­ter­ge­richts und der Registernummer
  • Name und Anschrift der zustän­di­gen Behörde bei erlaub­nis­pflich­ti­gen Tätigkeiten
  • die gesetz­li­che Berufs­be­zeich­nung, sofern ein regle­men­tier­ter Beruf aus­ge­b­übt wird
  • Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
  • wesent­li­che Merk­male und Beschrei­bung der zu erbrin­gen­den Dienstleistung
  • Anga­ben zu einer Berufs­haft­pflicht, sofern vor­han­den und ins­be­son­dere den Namen und die Anschrift des Ver­si­che­rers und den räum­li­chen Geltungsbereich
  • die All­ge­mei­nen Geschäftsbedingungen
  • Infor­ma­tion über das auf den Ver­trag anwend­bare Recht und über den Gerichtsstand
  • über die gesetz­li­che Gewähr­leis­tungs­pflicht hin­aus­ge­hende Garantien

Auf Anfrage sind wei­tere … Weiterlesen