Tag Archives: Kontrolle

Wie lösche ich mein Facebook Profil?

Von | 24. Februar 2015

Der Auf­re­ger

Ende 2014 war die Auf­re­gung groß. Face­book kün­digte eine Ände­rung sei­ner Datennut­zungsschutz­richt­li­nie für 2015 an. Der Stein des Ansto­ßes fin­det sich gleich zu Beginn

“Du gibst uns eine nicht-exklusive, über­trag­bare, unter­li­zen­sier­bare, gebüh­ren­freie, welt­weite Lizenz zur Nut­zung jeg­li­cher IP-Inhalte, die du auf oder im Zusam­men­hang mit Face­book pos­tet („IP-Lizenz“). Diese IP-Lizenz endet, wenn du deine IP-Inhalte oder dein Konto löscht, außer deine Inhalte wur­den mit ande­ren Nut­zern geteilt und diese haben die Inhalte nicht gelöscht.“

Kurz: alles, was Du als Nut­zer pos­test, wird von uns ver­wer­tet. Oder wie es unser Part­ner­blog datenschutzbeauftragter-info.de so pas­send for­mu­liert: “Friss oder stirb”

Das Laby­rinth des Minotaurus

Wer die Funk­ti­ons– und Vor­ge­hens­weise von Face­book kennt, der weiß, wie schwie­rig es ist, sein Pro­fil dort zu löschen. Regel­mä­ßig ändern sich die Menü­struk­tu­ren und sol­che “unwich­ti­gen” Funk­tio­nen ver­schwin­den zuun­terst am Ende in The­men­be­rei­chen, wo sie Otto Nor­mal­ver­brau­cher im Zwei­fel nicht sucht oder fin­det. Und wenn der Nut­zer dabei ver­se­hent­lich noch die eine oder andere Ein­stel­lung zu Pri­vat­sphäre und Daten­schutz falsch inter­pre­tiert, gibt er noch mehr über sich preis, statt sein Pro­fil loszuwerden.

Time to say good bye

Für die­je­ni­gen, die nun wirk­lich genug haben, von der Daten­sam­mel­wut und der Igno­ranz deut­scher und euro­päi­scher … Weiterlesen

Datenschutz kein Maut-Killer

Von | 3. November 2014

Unter­wegs zum heu­ti­gen AKDB Kom­mu­nal­fo­rum in Mün­chen mit fast 700 Teil­neh­mern lese ich einen Kom­men­tar zur geplan­ten PKW Maut. Darin heißt es sinn­ge­mäß, bor­nierte Daten­schüt­zer wür­den diese Pläne als unver­ein­bar mit dem Daten­schutz Recht hal­ten. Die­sem Ein­druck des Kom­men­ta­tors kann ich mich nicht anschlie­ßen. Nie­mand, der sich mit der Mate­rie Daten­schutz und sei­nen Grund­la­gen ernst­haft aus­ein­an­der­setzt, wird die geplante PKW Abgabe per se als nicht daten­schutz­kon­form ein­stu­fen oder diese daten­schutz­recht­lich als undurch­führ­bar deklarieren.

Geht es bei der aktu­el­len Dis­kus­sion doch viel­mehr darum, was mit einer sol­chen umfang­rei­chen Daten­samm­lung über den eigent­li­chen Zweck “Maut” hin­aus, noch pas­sie­ren soll. Das Zau­ber­wort im Daten­schutz heißt Zweck­bin­dung. Noch liegt keine fer­tige und umsetz­bare Beschrei­bung des Ver­fah­rens auf dem Tisch, da wer­den Rufe sei­tens der Ermitt­lungs­be­hör­den laut, auf diese Daten eben­falls Zugriff neh­men zu wol­len. Jede Art von Daten­samm­lung erzeugt Begehr­lich­kei­ten. Umso umfang­rei­cher diese Samm­lung wird, desto mehr staat­li­che Stel­len wol­len dar­auf zugrei­fen. Begrün­dun­gen dafür fin­den sich zuhauf, siehe auch die aktu­el­len Aus­sa­gen des schei­den­den BKA-Chefs Ziercke. Im Zwei­fel wird der lang­sam abge­dro­schene The­men­be­reich Gefah­ren­ab­wehr und Ter­ror­be­kämp­fung bemüht.

Gren­zen müs­sen sein, Dis­kus­sio­nen — zumin­dest kon­struk­ti­ver Art — eben­falls. Wenig hilf­reich ist es jedoch, einen gan­zen Berufs­stand zu ver­all­ge­mei­nern und ihm pani­sche Ableh­nungs­hal­tung zu unter­stel­len. … Weiterlesen

Was kostet ein externer (betrieblicher) Datenschutzbeauftragter?

Von | 13. Mai 2013

Es kommt dar­auf an

Was kos­tet ein exter­ner Daten­schutz­be­auf­trag­ter?”, diese Frage wird desöf­te­ren per Email oder als Blog­kom­men­tar an mich her­an­ge­tra­gen.  Eine nach­voll­zieh­bare Frage, gerade wenn das eigene Unter­neh­men unter die gesetz­li­che Bestell­pflicht für einen Daten­schutz­be­auf­trag­ten fällt. Und gerade in wirt­schaft­lich anstren­gen­den Pha­sen sind die Kos­ten ein rele­van­ter Fak­tor. Sind keine wei­te­ren Anga­ben vor­han­den, dann fällt die Beant­wor­tung in etwa so leicht wie die von Fra­gen wie

  • Was kos­tet ein Auto?
  • Wie teuer ist es, ein Haus zu bauen?
  • Wie viel muss ich für den nächs­ten Som­mer­ur­laub bezahlen?

Die ehr­li­che Ant­wort auf die Frage nach den Kos­ten für einen exter­nen Daten­schutz­be­auf­trag­ten kann in die­sem Fall nur lau­ten: “Es kommt dar­auf an!”

Auf was kommt es an?

Daten­schutz ist kein Pro­dukt von der Stange, son­dern eine indi­vi­du­elle Leis­tung maß­ge­schnei­dert auf Ihr Unter­neh­men. Jede Unter­neh­mung ver­fügt über eine eigene Aus­gangs­si­tua­tion (Sta­tus Quo wie Anzahl der Mit­ar­bei­ter, Filia­len, Betriebs­rat, Richt­li­nien etc.), unter­schied­li­che Res­sour­cen zur Umset­zung, eine Viel­falt an zu betrach­ten­den Fak­to­ren (bei­spiels­weise die unter­schied­lichs­ten IT-Lösungen) und ein not­wen­di­ges Schutz­ni­veau je nach Bran­che und per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten im Unternehmen.

All diese Punkte bedeu­ten ein Mehr oder Weni­ger an Auf­wand in der Umset­zung. Sie wir­ken sich dem­nach direkt auf die ent­ste­hen­den Kos­ten aus. Umso … Weiterlesen

Zeit zu Handeln: Google Webprotokoll vor dem 01.03.2012 löschen

Von | 28. Februar 2012

Mann mit Lupe - Unter BeobachtungZum 01.03.2012 beglückt uns Google mit neuen Daten­schutz­be­stim­mun­gen. Und wie immer alles nur zum Wohle der Nutzer 😉

Ab die­sem Tag erhal­ten wir per­so­na­li­sierte Google-Suchergebnisse, ob uns das passt oder nicht. Aus­lö­ser ist das sog. Web­pro­to­koll, das hin­ter jedem Google Account geführt wird. Wie üblich, ist die­ses stan­dard­mä­ßig akti­viert. Die­ses Pro­to­koll zeich­net alle Akti­viä­ten — auch diens­te­über­grei­fend — des Nut­zers auf, sofern man über einen Google Account eines der Dienste ver­fügt. Bis­her durf­ten diese Daten nicht ver­eint wer­den, der 01. März 2012 ändert dies. Mit den neuen Daten­schutz­be­stim­mun­gen, eine für alle Dienste, kann Google diese Daten nun zusam­men­füh­ren. Und das ganz unab­hän­gig davon, ob es Alt– oder Neu­da­ten sind. Grund genug, die vor­han­de­nen Daten zu löschen und die Auf­zeich­nung neuer Daten einzuschränken.

Wie das geht, ver­rät das Com­pu­ter­ma­ga­zin “Chip” in einem Arti­kel samt anschau­li­cher Bild-Anleitung.

Mehr Infor­ma­tio­nen zu Googles neuen Daten­schutz­be­stim­mun­gen fin­den Sie in einem lesens­wer­ten Bei­trag von datenschutzbeauftragter-info.de

Hessen kündigt verstärkte Datenschutzkontrollen an

Von | 7. Juli 2011

Erwei­ter­ter Zuständigkeitsbereich

Seit die­sem Monat ist der hes­si­sche Daten­schutz­be­auf­tragte nicht mehr nur für die Daten­schutz­kon­trolle in den Behör­den des Bun­des­lan­des zustän­dig. Seine Befug­nisse wur­den erwei­tert und auf die nicht-öffentlichen Berei­che, also Unter­neh­men ausgeweitet.

Viel Feind’, viel Ehr’

Dies nahm er zum Anlaß, um bereits im Juni 2011 ver­stärkte Kon­trol­len gegen Strom­ver­sor­ger, Ban­ken und Dro­ge­rie­ket­ten anzu­kün­di­gen. Intel­li­gente Strom­zäh­ler, die Bespit­ze­lung von Mit­ar­bei­tern und der Umgang mit Kun­den­da­ten — gerade bei Ban­ken und der SCHUFA — ste­hen auf sei­ner Prüf­liste. Ver­stöße will er ahn­den, “mit Sank­tio­nen bis hin zu Buß­geld­be­schei­den”.

Eigen­ver­ant­wor­tung tut Not

In der letz­ten Zeit meh­ren sich die Stim­men, daß Ver­brau­cher auf­grund ihres Rechts auf infor­ma­tio­nelle Selbst­be­stim­mung auch die Ver­pflich­tung haben, selbst auf­Ihre Daten zu ach­ten und wem sie diese anver­trauen. Er stößt in das selbe Horn und äußert z.B. zu Kun­den­kar­ten wie PAYBACK: “[…] die Daten der Kun­den wer­den ver­kauft. Doch die Gefahr ist den Men­schen nicht bewusst.”

Sorge bereite ihm eben­falls der sorg­lose Umgang von Kin­dern und Jugend­li­chen mit ihren Daten. “Die wis­sen nicht, was sie anrich­ten, und das Inter­net ver­gisst nichts, des­halb muss man sie schützen.”

Die Hoff­nung stirbt zuletzt

Für die Zukunft hofft er, daß sich Daten­schutz zu einem Wirt­schafts­fak­tor ent­wi­ckelt. “Sobald es sich Weiterlesen