Baye­ri­sches Lan­des­amt für Daten­schutz prüft Ein­satz von Goog­le Ana­ly­tics auf baye­ri­schen Web­sei­ten

Mann mit Lupe - Unter Beobachtung

Mann mit Lupe - Unter BeobachtungBay­erns Web­sei­ten­be­trei­ber im Visier

Das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Daten­schutz­auf­sicht teil­te ges­tern mit, den Ein­satz des Web­tracking-Tools Goog­le Ana­ly­tics auf 13.404 Web­sei­ten mit Betrei­bern aus Bay­ern mit­tels einer eigens ent­wi­ckel­ten Soft­ware über­prüft zu haben.

10.955 der geprüf­ten Web­sei­ten setz­ten Goog­le Ana­ly­tics nicht ein. Auf den ver­blie­be­nen 2.449 Web­sei­ten wäre das belieb­te Web­tracking-Tool ledig­lich in 3% aller Fäl­le daten­schutz­kon­form umge­setzt. Die ver­blei­ben­den 2.371 Web­sei­ten­be­trei­ber erhal­ten in den kom­men­den Tagen Post von der Lan­des­da­ten­schutz­be­hör­de mit der Auf­for­de­rung zur Abstel­lung des nicht kon­for­men Ein­sat­zes.

Noch zeit­ge­mäß?

Seit lan­gem wird heiß dis­ku­tiert, ob und inwie­weit Goog­le Ana­ly­tics daten­schutz­kon­form nach deut­schem Recht ein­setz­bar ist. Vie­le der not­wen­di­gen Sach­ver­hal­te las­sen sich mit unse­rem aktu­el­len Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz nicht kor­rekt umset­zen oder dar­stel­len. Die­se Dis­kus­si­on soll­te jedoch nicht dazu ver­lei­ten, nach dem Mot­to “Augen zu und durch” zu ver­fah­ren.

Noch dazu, wo es doch eine kos­ten­freie, leis­tungs­fä­hi­ge und bean­stan­dungs­freie Alter­na­ti­ve wie das Open Source Tool PIWIK gibt. Wie das ein­zu­set­zen ist, lesen Sie in unse­rem Blog-Bei­trag (ursprüng­lich vom 16.03.2011).

2 Gedanken zu „Baye­ri­sches Lan­des­amt für Daten­schutz prüft Ein­satz von Goog­le Ana­ly­tics auf baye­ri­schen Web­sei­ten

  1. Internetagentur Aysberg Antworten

    Auch eini­ge unse­rer Kun­den haben Post von der Behör­de bekom­men, obowhl in den meis­ten Fäl­len alles rich­tig umge­setzt war. Bean­stan­det wur­de ledig­lich, dass sich Impres­sum und Daten­schutz­er­klä­rung auf einer Sei­te befan­den und die Behör­de das ger­ne auf zwei Sei­ten auf­ge­teilt hät­te. Inso­fern rela­ti­vie­ren sich damit die von Ihnen genann­ten Zah­len (“nur 3% daten­schutz­kon­form!”).

    • Sascha Kuhrau Autor des BeitragsAntworten

      Die Zah­len stam­men direkt aus der Mel­dung der baye­ri­schen Lan­des­da­ten­schutz­be­hör­de. Ihre Kun­den kön­nen sich glück­lich schät­zen, von Ihnen hier so kom­pe­tent und vor­aus­schau­end betreut zu wer­den. Im Rah­men eini­ger Unter­neh­mer-Ver­an­stal­tun­gen haben wir ca. 120 Web­auf­trit­te hier in der Regi­on manu­ell über­prüft und dabei bei knapp 35% Pro­zent ekla­tan­te Ver­stö­ße in der Umset­zung gefun­den, die über den von Ihnen geschil­der­ten Sach­ver­halt hin­aus­ge­hen.

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