Welchen Nutzen hat ein Unternehmen von einem Datenschutzbeauftragten?

By | 9. März 2010

Vorrangig natürlich die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen. Hinzu kommt, daß Verstöße gegen das Datenschutzgesetz mit Geldbußen von 50.000 bis 300.000 EURO (in begründeten Einzelfällen auch darüber hinaus) geahndet werden können (siehe BDSG § 43). Je nach Sachlage können auch Schadensersatzforderungen bis hin zu Freiheitsentzug (im strafrechtlichen Anwendungsbereich) auf den Verursacher zukommen. Vom Imageverlust für ein Unternehmen gar nicht zu reden.

Datenschutz und Datensicherheit sind eng miteinander verknüpft. So haben Sie als Unternehmer die Gewissheit, dass konsequenter Datenschutz auch das Risiko von Datenverlust durch Diebstahl, Spionage, Hardwareausfall etc. minimiert.

Die fachkundige, nachvollziehbare, fortwährende Prüfung auf Einhaltung der Datenschutzbestimmungen kann aber nicht nur vor den obengenannten „Schäden“ bewahren, sondern ein Unternehmen kann durch konsequenten und gelebten Datenschutz ein Qualitätsmerkmal erreichen, mit dem es sich von Wettbewerbern positiv abhebt. Sich an gesetzliche Regelungen zu halten, ist kein zulässiges Werbe-Merkmal. Jedoch mehr zu tun, als der Gesetzgeber vorschreibt, muss nicht verheimlicht werden – tue Gutes und rede darüber.

Das Bundesdatenschutzgesetz

By | 9. März 2010

Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) regelt (in seiner aktuellen Fassung) die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten inkl. deren Übermittlung an Dritte. Hierbei werden sowohl die automatisierte (per IT Systeme) als auch die manuelle Verarbeitung berücksichtigt durch öffentliche (Behörden, Ämter) und nicht-öffentliche Stellen (z.B. Unternehmen).

Personenbezogene Daten werden definiert als „Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person“ (§ 3 BDSG). Damit sind Informationen gemeint, die sich auf einen einzelnen (lebenden) Menschen beziehen oder einen Bezug zu ihm möglich machen. Unter persönlichen und sachlichen Verhältnissen sind Angaben gemeint, die einen persönlichen oder sachlichen Bezug zu diesem Menschen ermöglichen. Das beginnt mit Anschrift und Telefonnummer und endet nicht zwingend bei Beurteilungen und Bewertungen oder Kaufverhalten. Personenbezogene Daten können gerade in Unternehmen intern (Personalakten) und extern (Kundendaten, Faktura, Werbung etc.) vorliegen.

Es gelten die Grundsätze der Datenvermeidung und der Datensparsamkeit nach § 3a BDSG: möglichst keine oder so wenig wie möglich an personenbezogenen Daten erheben, verarbeiten oder nutzen.

Was ist Datenschutz?

By | 9. März 2010

Unter Datenschutz versteht man den Schutz personenbezogener Daten vor Missbrauch, oft im Zusammenhang auch mit dem Schutz der Privatsphäre. Zweck und Ziel des Datenschutz ist die Sicherung des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung  der Einzelperson. Jeder soll selbst bestimmen können, wem er wann welche seiner Daten und zu welchem Zweck zugänglich macht.

Personenbezogene Daten sind gemäß § 3 Abs. 1 BDSG  „Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person“.

Der stetig zunehmenden Erhebung, Speicherung, Weitergabe,Vernetzung und Nutzung von Daten durch fortschreitende Technologisierung (Email, Internet, Mobiltelefone, soziale Netzwerke, Kundenkarten etc.) steht eine gewisse Gleichgültigkeit weiter Teile der Bevölkerung, aber auch auf Unternehmerseite entgegen, in deren Augen Datenschutz keinen oder nur einen geringen Stellenwert hat.

Die weltweite Vernetzung und eine Verlagerung von Daten in Länder, in denen deutsche und europäische Schutzgesetze keine Gültigkeit haben, machen Datenschutz oft wirkungslos oder erschweren diesen zumindest. Von daher geht es beim Thema Datenschutz mittlerweile nicht mehr um die reine Datensicherheit z.B. durch technische Hilfsmittel, sondern auch um eine effektive Durchsetzung von Datenschutz.

Bei uns in Deutschland ist Datenschutz kein neues Thema. Schon 1977 trat ein Bundesdatenschutzgesetz in Kraft, welches sich jedoch mit dem Datenschutz in der öffentlichen Bundesverwaltung befasste. Öffentlichkeitswirksam trat der … Weiterlesen