Tag Archives: DSB

Die DSGVO Schonfrist ist vorbei – Aufsichtsbehörden machen ernst

By | 27. November 2018

Seit Mai 2018 ist die EU Daten­schutz-Grund­ver­ord­nung (DSGVO) wirk­sam, nach­dem sie bereits Mai 2016 in Kraft getre­ten ist. Zeit bestand aus­rei­chend, sich auf die Neue­run­gen vor­zu­be­rei­ten. Die eine oder ande­re Orga­ni­sa­ti­on hat die Gele­gen­heit genutzt, bestehen­de Lücken in der eige­nen Daten­schutz-Orga­ni­sa­ti­on zu schlie­ßen. In den letz­ten Mona­ten haben wir öfter mal den Satz gehört „Woher soll ich wis­sen, was da im Daten­schutz zu tun ist?“. Hier gilt eine Hol­schuld durch die Orga­ni­sa­ti­ons­lei­tung getreu dem Mot­to „Unwis­sen­heit schützt vor Stra­fe nicht“. Für die Ein­hal­tung gesetz­li­cher Vor­schrif­ten ist die Lei­tung zustän­dig und ver­ant­wort­lich. Für Geschäfts­füh­rer gilt hier § 130 Gesetz über Ord­nungs­wid­rig­kei­ten (OWiG) mit der tref­fen­den Bezeich­nung “Ver­let­zung der Auf­sichts­pflicht in Betrie­ben und Unter­neh­men“. Ähn­li­che Ver­pflich­tun­gen für Behör­den trifft sogar unser Grund­ge­setz.

Die DSGVO-Schonzeit ist vorbei

Die meis­ten Lan­des­da­ten­schutz­be­hör­den haben jedoch in den letz­ten Mona­ten ein Auge zuge­drückt und eine im Gesetz nicht vor­ge­se­he­ne frei­wil­li­ge Karenz­zeit ein­ge­scho­ben. In die­sem Zeit­raum soll­ten Orga­ni­sa­tio­nen die Gele­gen­heit letzt­ma­lig nut­zen, die recht­li­chen Ver­pflich­tun­gen aus der DSGVO in Ver­bin­dung mit dem neu­en Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz (BDSG) für Unter­neh­men und den Lan­des­da­ten­schutz­ge­set­zen für Lan­des­be­hör­den und kom­mu­na­le Ein­rich­tun­gen umzu­set­zen. Die­se Schon­zeit ist nun vor­bei!

Es wird ernst – aber Buß­gel­der sind nicht das eigent­li­che Pro­blem

Ende Okto­ber wur­de … Weiterlesen

Was kostet ein externer (betrieblicher) Datenschutzbeauftragter?

By | 22. April 2016

Es kommt dar­auf an

Was kos­tet ein exter­ner Daten­schutz­be­auf­trag­ter?”, die­se Fra­ge wird desöf­te­ren per Email oder als Blog­kom­men­tar an mich her­an­ge­tra­gen.  Eine nach­voll­zieh­ba­re Fra­ge, gera­de wenn das eige­ne Unter­neh­men unter die gesetz­li­che Bestell­pflicht für einen Daten­schutz­be­auf­trag­ten fällt. Und gera­de in wirt­schaft­lich anstren­gen­den Pha­sen sind die Kos­ten ein rele­van­ter Fak­tor. Sind kei­ne wei­te­ren Anga­ben vor­han­den, dann fällt die Beant­wor­tung in etwa so leicht wie die von Fra­gen wie

  • Was kos­tet ein Auto?
  • Wie teu­er ist es, ein Haus zu bau­en?
  • Wie viel muss ich für den nächs­ten Som­mer­ur­laub bezah­len?

Die ehr­li­che Ant­wort auf die Fra­ge nach den Kos­ten für einen exter­nen Daten­schutz­be­auf­trag­ten kann in die­sem Fall nur lau­ten: “Es kommt dar­auf an!”

Auf was kommt es an?

Daten­schutz ist kein Pro­dukt von der Stan­ge, son­dern eine indi­vi­du­el­le Leis­tung maß­ge­schnei­dert auf Ihr Unter­neh­men. Jede Unter­neh­mung ver­fügt über eine eige­ne Aus­gangs­si­tua­ti­on (Sta­tus Quo wie Anzahl der Mit­ar­bei­ter, Filia­len, Betriebs­rat, Richt­li­ni­en etc.), unter­schied­li­che Res­sour­cen zur Umset­zung, eine Viel­falt an zu betrach­ten­den Fak­to­ren (bei­spiels­wei­se die unter­schied­lichs­ten IT-Lösun­gen) und ein not­wen­di­ges Schutz­ni­veau je nach Bran­che und per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten im Unter­neh­men.

All die­se Punk­te bedeu­ten ein Mehr oder Weni­ger an Auf­wand in der Umset­zung. Sie wir­ken sich dem­nach direkt auf die ent­ste­hen­den Kos­ten aus. Umso … Weiterlesen

Die Auftragsdatenverarbeitung – Besonderheiten des Datenschutzrechts beim Outsourcing

By | 3. März 2016

Um was geht es bei Auftragsdatenverarbeitung?

Ein sper­ri­ger Begriff für einen ein­fa­chen Sach­ver­halt. Auf­trags­da­ten­ver­ar­bei­tung meint das klas­si­sche Out­sour­cing an einen exter­nen Dienst­leis­ter. Nur sind in die­sem spe­zi­el­len Fall per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten betrof­fen. Für die­sen Fall hat der Gesetz­ge­ber im Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz den § 11 BDSG “Auf­trags­da­ten­ver­ar­bei­tung” vor­ge­se­hen.

Um ein mög­lichst hohes Schutz­ni­veau zu gewähr­leis­ten und das Risi­ko von Daten­pan­nen bei der Aus­la­ge­rung auf Sub­un­ter­neh­mer zu mini­mie­ren, sieht § 11 BDSG Auf­trags­da­ten­ver­ar­bei­tung eini­ge Auf­la­gen vor. Um die Bedeu­tung und Ernst­haf­tig­keit des The­mas zu unter­strei­chen, ste­hen auf eine feh­len­de oder feh­ler­haf­te Umset­zung emp­find­li­che Buß­gel­der bis 50.000 Euro (§ 43 BDSG).

Was fällt alles unter den Begriff Auftragsdatenverarbeitung?

Am ein­fachs­ten läßt sich das an kon­kre­ten Bei­spie­len erklä­ren. Von einer Auf­trags­da­ten­ver­ar­bei­tung spricht man im Fal­le

  • der Nut­zung einer Mai­ling­agen­tur oder eines Let­ter­shops zum Erstel­len und Ver­sand von Anschrei­ben, die an natür­li­che Per­so­nen gerich­tet sind oder
  • der Durch­füh­rung der monat­li­chen Gehalts­ab­rech­nung durch eine exter­ne Lohn- und Gehalts­ab­rech­nungstel­le (nicht Steu­er­be­ra­ter) oder
  • des Ein­sat­zes einer extern gehos­te­ten Soft­ware zur Ver­wal­tung und zum Ver­sand von News­let­tern oder
  • der Beauf­tra­gung eines exter­nen Call­cen­ter oder Office-Ser­vices oder
  • dem teil­wei­sen oder voll­stän­di­gen Aus­la­gern des Rechen­zen­trums oder
  • in vie­len ähn­li­chen ver­gleich­ba­ren Fäl­len – fra­gen Sie Ihren Daten­schutz­be­auf­trag­ten oder gleich uns.

Ger­ne … Weiterlesen

Warum ist Datenschutz für Unternehmen und Behörden wichtig?

By | 3. Dezember 2014

Haben Sie sich auch schon die­se Fra­ge gestellt? Sascha Kuhrau, Inha­ber des bun­des­weit täti­gen Bera­tungs­un­ter­neh­mens a.s.k. Daten­schutz gibt Ant­wor­ten.

Herr Kuhrau, ist Daten­schutz ein Mode­the­ma?

Mit­nich­ten! Schau­en Sie ein­fach auf die His­to­rie des Daten­schutz­rechts in Deutsch­land und der EU. 1977 hat­ten wir das ers­te Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz (BDSG) in Deutsch­land, seit 1995 gibt es auf EU Ebe­ne ver­bind­li­che Regeln für alle Mit­glieds­staa­ten.

Wen betrifft die­ses Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz?

Das ist ganz ein­fach. Jedes Unter­neh­men, jeden Gewer­be­trei­ben­den, jeden Frei­be­ruf­ler, jede Behör­de und auch jeden Ver­ein, sofern dort per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten vor­lie­gen und ver­ar­bei­tet wer­den.

Man soll­te auch nicht dem Irr­tum unter­lie­gen, ein eige­nes Stan­des­recht wür­de das Daten­schutz­ge­setz erset­zen. Obwohl die Aus­sa­ge der Geset­ze hier klar ist, muss­ten mitt­ler­wei­le Gerich­te bestä­ti­gen, dass sol­ches Recht nicht pau­schal erset­zend wirkt. Die­se Fehl­ein­schät­zung kann gera­de bei Ärz­ten, Steu­er­be­ra­tern oder auch Anwäl­ten schnell zu Kon­flik­ten füh­ren.

Wirk­lich jeden? Es gibt doch bestimmt Aus­nah­men?

Da muss ich Sie ent­täu­schen. § 1 BDSG ist hier ein­deu­tig. Es wer­den kei­ne Unter­schie­de nach Bran­che, Mit­ar­bei­ter­zahl oder Umsatz gemacht. Die­sen Irr­glau­ben trifft man öfter in Gesprä­chen mit Geschäfts­füh­rern, Inha­bern oder auch Behör­den­lei­tern.

Eine Aus­nah­me gibt es jedoch bei der Bestell­pflicht des soge­nann­ten Daten­schutz­be­auf­trag­ten.

Wel­che Auf­ga­ben hat ein sol­cher Daten­schutz­be­auf­trag­ter?

Salopp gesagt, küm­mert sich die­ser um Weiterlesen

Wozu Big Brother Container? Waschanlage reicht!

By | 14. August 2014

Per­so­nal, aber auch Kun­den stan­den im Fokus einer aus­ge­dehn­ten Video­ü­bewa­chung der Esse­ner Auto­wasch­ket­te Mr. Wash. In 8 von 33 Filia­len wur­den 60 Kame­ras nicht rechts­kon­form betrie­ben. Das war dem NRW-Lan­des­be­auf­trag­ten für Daten­schutz ein Buß­geld in Höhe von 64.000 Euro wert, mel­det WAZ. Dabei kam der Ket­te zu Gute, sich bei den Ermitt­lun­gen im Ver­fah­ren “koope­ra­tiv” ver­hal­ten zu haben.

Inter­es­sant ist die Auf­tei­lung des Buß­gel­des. 54.000 Euro wur­den wegen des schwe­ren Ver­sto­ßes gegen das Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz durch die Video­über­wa­chung ver­hängt. Die rest­li­chen 10.000 Euro wur­den dafür fäl­lig, bis­her kei­nen Daten­schutz­be­auf­trag­ten bestellt zu haben, obwohl die gesetz­li­che Bestell­pflicht vor­lag.

In unse­rem Daten­schutz Blog fin­den Sie einen Bei­trag zur umsich­ti­gen und rechts­kon­for­men Umset­zung einer Video­über­wa­chung.

Pla­nen Sie die Instal­la­ti­on einer Video­über­wa­chungs­an­la­ge? Haben Sie bereits eine sol­che Lösung im Ein­satz und sind sich über die Rechts­kon­for­mi­tät im Unkla­ren? Dann fra­gen Sie doch Ihren Daten­schutz­be­auf­trag­ten. Sie haben kei­nen? Spre­chen Sie uns an.… Weiterlesen

Unterstützung Ihres internen Datenschutzbeauftragten

By | 5. Oktober 2012

Selbst wenn Sie einen inter­nen betrieb­li­chen Daten­schutz­be­auf­trag­ten bestel­len, pro­fi­tie­ren Sie von unse­ren Leis­tun­gen. Frisch zurück aus dem Daten­schutz-Grund­se­mi­nar wird sich Ihr Mit­ar­bei­ter mög­li­cher­wei­se schwer tun, zwi­schen den umfäng­li­chen Auf­ga­ben und Anfor­de­run­gen an einen Daten­schutz­be­auf­trag­ten einen sinn­vol­len und effi­zi­en­ten Weg zu fin­den. Gleich­zei­tig soll er oder sie sich noch um die eigent­li­chen Auf­ga­ben am Arbeits­platz küm­mern, sofern Sie kei­nen Voll­zeit-Daten­schutz­be­auf­trag­ten bestellt haben. Hier set­zen wir mit den a.s.k. Unter­stüt­zungs­dienst­leis­tun­gen für inter­ne Daten­schutz­be­auf­trag­te an. Nach Wunsch hel­fen wir einen oder meh­re­re Tage in der Ein­stiegs­pha­se Ihres Daten­schutz­be­auf­trag­ten mit Rat und Tat:

[check­list]

  • Iden­ti­fi­ka­ti­on der rele­van­ten Arbeits­schrit­te für die ers­ten 12 Mona­te
  • Fest­le­gen einer opti­mier­ten Rei­hen­fol­ge und Vor­ge­hens­wei­se
  • Aus­wahl geeig­ne­ter Soft­ware­lö­sun­gen
  • Kon­zep­ti­on not­wen­di­ger Doku­men­ta­tio­nen und Richt­li­ni­en
  • Auf Wunsch: Über­nah­me der Doku­men­ta­ti­on
  • Ent­wick­lung  von Trai­nings­ein­hei­ten zur Mit­ar­bei­ter­sen­si­bi­li­sie­rung und Schu­lung
  • Auf Wunsch: Über­nah­me der Mit­ar­bei­ter­schu­lun­gen
  • Coach und Spar­ring-Part­ner für Fra­gen und Pro­blem­stel­lun­gen
Doch selbst wenn Ihr inter­ner Daten­schutz­be­auf­trag­ter bereits seit län­ge­rem aktiv ist, kann eine exter­ne Unter­stüt­zung sinn­voll sein z.B. wenn die­ser auf­grund sai­so­na­ler Auf­ga­ben sei­ne Res­sour­cen ander­wei­tig ein­set­zen muss:
  • Über­nah­me von Schu­lungs­maß­nah­men
  • Ein­füh­ren von Daten­schutz-Soft­ware­lö­sun­gen
  • Aus­la­gern der Doku­men­ta­ti­ons­tä­tig­kei­ten
  • Prü­fung exter­ner Dienst­leis­ter und deren Ver­ein­ba­rung nach § 11 BDSG Auf­trags­da­ten­ver­ar­bei­tung
  • Unter­stüt­zung bei der daten­schutz­recht­li­chen Bewer­tung und Ein­füh­rung kom­ple­xer Soft­ware­lö­sun­gen wie CRM, SAP, Lohn & Gehalt
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Irrtümer im Datenschutz (Teil 1): Datenschutz betrifft mein Unternehmen nicht

By | 12. Juli 2012

Irr­tü­mer im Daten­schutz

Will­kom­men zum ers­ten Teil unse­rer Serie “Irr­tü­mer im Daten­schutz”. Daten­schutz ist in aller Mun­de, doch kaum jemand kennt das dahin­ter­ste­hen­de Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz (BDSG). Dabei ist das Daten­schutz­ge­setz auf Bun­des­ebe­ne nicht mehr das Jüngs­te, exis­tiert es doch bereits seit 1977.

Erstaun­li­cher­wei­se herrscht über das The­ma Daten­schutz in der Pra­xis meist ein risi­ko­rei­ches Halb­wis­sen. Die Exis­tenz oder die Inhal­te des BDSG sind sel­ten kon­kret bekannt, Auf­klä­rung sei­tens des Gesetz­ge­bers zu die­sem The­ma erfolgt bedau­er­li­cher­wei­se eben­falls kei­ne. Unter­neh­men und Unter­neh­mer sind auf sich allei­ne gestellt, wenn es um die recht­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­ma Daten­schutz und des­sen kon­kre­te (vor­ge­schrie­be­nen) Maß­nah­men im Betrieb geht. Was Wun­der, wenn Daten­schutz im Tages­ge­schäft einen gerin­gen Stel­len­wert ein­nimmt.

Es kann teu­er wer­den

Im Jahr 2009  hat der Gesetz­ge­ber die Stra­fen und Sank­tio­nen für Nicht­ein­hal­tung der gesetz­li­chen Daten­schutz­vor­schrif­ten durch Unter­neh­men ver­schärft. Kon­kret wer­den die­se in § 43 BDSG Buß­geld­vor­schrif­ten und § 44 BDSG Straf­vor­schrif­ten ähn­lich dem aus der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung bekann­ten Buß­geld­ka­ta­log auf­ge­lis­tet. Neben Auf­la­gen durch die Lan­des­da­ten­schutz­be­hör­den kön­nen Unter­neh­mer und Unter­neh­men schnell einem Buß­gel­dri­si­ko von bis zu 300.000 Euro aus­ge­setzt sein – und das sogar ganz ohne Daten­pan­ne. Unwis­sen­heit schützt auch hier vor Stra­fe nicht.

Daten­schutz und Daten­schutz­ge­setz betref­fen mein Unter­neh­men über­haupt nicht”

Weit … Weiterlesen

Auftragsdatenverarbeitung – Definition, Beispiele, Massnahmen, Risiken (Update)

By | 16. März 2012

Auf­trags­da­ten­ver­ar­bei­tung, das Aus­la­gern von Daten­ver­ar­bei­tungs­pro­zes­sen durch den Auf­trag­ge­ber auf exter­ne Dienst­leis­ter, ist ein häu­fi­ges Mit­tel zur Kos­ten­sen­kung und der Nut­zung von exter­nem Know How – Stich­wort “Out­sour­cing”. Sind hier­von per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten betrof­fen, fin­det § 11 “Erhe­bung, Ver­ar­bei­tung oder Nut­zung per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten im Auf­trag” BDSG (Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz) Anwen­dung.

Schnell kommt es bei der Ein­schät­zung, ob eine Auf­trags­da­ten­ver­ar­bei­tung vor­liegt, zu Miß­ver­ständ­nis­sen und der Auf­trag­ge­ber läuft Gefahr, gemäß § 43 BDSG mit Geld­bu­ßen bis 50.000 € durch die Daten­schutz­be­hör­den belegt zu wer­den. Von Image­schä­den in der Öffent­lich­keits­wahr­neh­mung nicht zu reden. Eine sorg­fäl­ti­ge Prü­fung durch einen Bera­ter für Daten­schutz oder einen Daten­schutz­be­auf­trag­ten hilft, die­se Risi­ken zu mini­mie­ren und die not­wen­di­gen Rege­lun­gen umzu­set­zen.

 

Fol­gen­de Kri­te­ri­en (Aus­wahl) unter­stüt­zen die Bewer­tung über das Vor­lie­gen einer Auf­trags­da­ten­ver­ar­bei­tung:

  • Dem Auf­trag­neh­mer fehlt die Ent­schei­dungs­be­fug­nis über die über­mit­tel­ten Daten.
  • Dem Auf­trag­neh­mer ist die Nut­zung der über­las­se­nen Daten über den eigent­li­chen Über­las­sungs­zweck hin­aus ver­bo­ten.
  • Der Auf­trag­neh­mer nutzt nur die ihm über­las­se­nen Daten.
  • Die Daten­ver­ar­bei­tung wird nach außen durch den Auf­trag­ge­ber ver­tre­ten.
  • Der Auf­trag­neh­mer steht in kei­ner ver­trag­li­chen Bezie­hung zu den Betrof­fe­nen der per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten.

 

Eini­ge prak­ti­sche Bei­spie­le von Auf­trags­da­ten­ver­ar­bei­tung:Weiterlesen

Kein Datenschutz aus Kostengründen? Das muss nicht sein

By | 5. Januar 2012

Ein Exper­te der IHK Regens­burg für Oberpfalz/Kelheim äußert sich aktu­ell fol­gen­der­ma­ßen: „Gera­de für klei­ne­re Betrie­be ist es ver­mut­lich schwie­rig, auch die ent­spre­chen­den finan­zi­el­len Mit­tel für den Daten­schutz auf­zu­brin­gen, um immer alle Bestim­mun­gen ein­zu­hal­ten.“  Der Daten­schutz­be­auf­trag­te der IHK für Nie­der­bay­ern in Pas­sau schiebt nach: „Bei vie­len Unter­neh­men besteht eine erheb­li­che Rechts­un­si­cher­heit, wie sie mit den Daten ihrer Kun­den umge­hen sol­len.“

Kein Daten­schutz aus Kos­ten­grün­den oder Unsi­cher­heit? Das muss nicht sein!

Der Gesetz­ge­ber unter­stützt

Mit § 4f BDSG (Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz) schreibt der Gesetz­ge­ber die Vor­aus­set­zun­gen für die gesetz­li­che Bestell­pflicht eines Daten­schutz­be­auf­trag­ten vor. Wohl wis­send, dass ein inter­ner Daten­schutz­be­auf­trag­ter für vie­le mit­tel­stän­di­sche Betrie­be kei­ne Ide­al­lö­sung ist (erwei­ter­ter Kün­di­gungs­schutz, man­geln­de Kos­ten­trans­pa­renz und Kon­trol­le, sie­he die­sen Bei­trag), bie­tet das BDSG auch gleich in Absatz 2 die pas­sen­de Lösung an – “Zum Beauf­trag­ten für den Daten­schutz kann auch eine Per­son außer­halb der ver­ant­wort­li­chen Stel­le bestellt wer­den.”

Vie­le Vor­tei­le spre­chen für Out­sour­cing

Wer die Vor- und Nach­tei­le des Ein­sat­zes eines inter­nen oder exter­nen Daten­schutz­be­auf­trag­ten gegen­über­stellt, wird die unter­neh­me­ri­schen und zahl­rei­chen Vor­tei­le der exter­nen Bestell­mög­lich­keit für einen Daten­schutz­be­auf­trag­ten klar erken­nen. Bei­spiel­haft sei­en hier kurz ange­führt

  • Vol­le Kos­ten­kon­trol­le und Trans­pa­renz
  • Weg­fall des erwei­ter­ten Kün­di­gungs­schut­zes
  • Über­grei­fen­des, inter­dis­zi­pli­nä­res Bran­chen-Know-How des exter­nen Spe­zia­lis­ten
  • Weg­fall der inter­nen Kos­ten für Grund­aus­bil­dung, Fort- und Wei­ter­bil­dung,
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Alle reden von der Cloud …

By | 29. Dezember 2011

.. aber oft­mals ist gar nicht so klar, was damit eigent­lich gemeint ist. Ein Unter­neh­men spricht in Wer­be­kam­pa­gnen mas­siv Pri­vat­kun­den an, per­sön­li­che Daten und Doku­men­te doch ein­fach in der Cloud zu spei­chern, um “in”, “hip” und “tren­dy” zu sein. Ande­re Anbie­ter rich­ten sich mit etwas geziel­te­ren Infor­ma­tio­nen und Leis­tungs­be­schrei­bun­gen an Unter­neh­men und Unter­neh­mer.

Neben der gan­zen Ver­wir­rung um die Defi­ni­ti­on beflü­geln wei­te­re Ver­kaufs­ar­gu­men­te wie Über­all-Zugriff und Kos­ten­ein­spar­po­ten­tia­le die Phan­ta­sie. Dar­über gera­ten die daten­schutz­recht­li­chen Aspek­te und Not­wen­dig­kei­ten einer sol­chen Out­sour­cing-Lösung schnell außer Acht.

Denn oft­mals wird ver­ges­sen: Cloud Com­pu­ting ist nach deut­schem Daten­schutz­recht klas­si­sche Auf­trags­da­ten­ver­ar­bei­tung nach § 11 BDSG. Und die­se bedarf eini­ger Vor­aus­set­zun­gen, die vor Inbe­trieb­nah­me umzu­set­zen und ein­zu­hal­ten sind. Zuwi­der­hand­lun­gen kön­nen nach § 43 BDSG mit Buß­gel­dern bis 50.000 EUR belegt wer­den. Da ist die Kos­ten­ein­spa­rung schnell wie­der auf­ge­zehrt.

Drei Arti­kel kann ich zur ver­tie­fen­den Lek­tü­re wärms­tens emp­feh­len:

Sie wol­len mit Ihrem Unter­neh­men selbst in die Cloud? Dann bin­den Sie Ihren Daten­schutz­be­auf­trag­ten früh­zei­tig ein. Sie haben noch kei­nen Daten­schutz­be­auf­trag­ten? Dann wird es Zeit, spre­chen Sie mich an.

Hilf­rei­che LinksWeiterlesen