Tag Archives: Marketing

Email-Werbung ohne schriftliche Einwilligung – geht das überhaupt?

By | 5. September 2017

Keine Email-Werbung ohne Einwilligung

Oft wer­den wir als Daten­schutz­be­auf­trag­te gefragt, ob für Email-Wer­bung  oder Wer­bung per SMS eine schrift­li­che Ein­wil­li­gung wirk­lich not­wen­dig ist. Dabei wird über­se­hen, dass hier das Gesetz gegen den unlau­te­ren Wett­be­werb (kurz UWG) der ers­te Spiel­ver­der­ber ist. Das all­ge­mei­ne Daten­schutz­recht tritt hier erst mal zurück.

Und in § 7 Absatz 1 sowie Absatz 2 Num­mer 3 des UWG wird Email-Wer­bung zusam­men mit SMS- und Tele­fax-Wer­bung grund­sätz­lich als unzu­mut­ba­re Beläs­ti­gung im Sin­ne des UWG ein­ge­stuft. Daher ist Email-Wer­bung nur mit aus­drück­li­cher (vor­he­ri­ger schrift­li­cher) Ein­wil­li­gung der betrof­fe­nen Per­son erlaubt. Mit der wett­be­werbs­recht­li­chen Zuläs­sig­keit steht und fällt zugleich auch die daten­schutz­recht­li­che Zuläs­sig­keit.

Ausnahmsweise doch Email-Werbung ohne Einwilligung?

Ja, Email-Wer­bung ohne vor­he­ri­ge schrift­li­che Ein­wil­li­gung kann in einer ein­zi­gen Aus­nah­me mög­lich sein. Die­se Aus­nah­me beschreibt der Lan­des­be­auf­trag­te für den Daten­schutz und die Infor­ma­ti­ons­frei­heit Baden-Würt­tem­berg. Ver­brau­cher, aber auch Wer­be­trei­ben­de kön­nen sich in dem frei ver­füg­ba­ren und aktua­li­sier­ten Merk­blatt „Was Sie gegen uner­wünsch­te Wer­bung tun kön­nen” (Stand 10. Mai 2017) infor­mie­ren.

Wie lautet diese Ausnahme für Email-Werbung ohne Einwilligung?

Nach Auf­fas­sung des Lan­des­be­auf­trag­ten ist Email-Wer­bung ohne (vor­he­ri­ge) schrift­li­che Ein­wil­li­gung mög­lich nach § 7 Absatz 3 UWG, wenn der Wer­be­trei­ben­de (also das Unter­neh­men) schrift­lich alle nach­fol­gen­den Vor­aus­set­zun­gen nach­wei­sen kann (Ori­gi­nal-Zitat aus dem Merk­blatt):

  • Er hat die
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Härteres Vorgehen der Datenschutzbehörden bei Wettbewerbsverstößen angekündigt

By | 22. April 2015

Gera­de per­so­na­li­sier­te Wer­bung ist nach wie vor ein bewähr­tes Mit­tel, um Kun­den zu gewin­nen. In den let­zten Jah­re wur­den die Aufla­gen  immer stren­ger. Zumeist als Reak­ti­on auf aus­ufern­de Miß­ach­tung bestehen­der gesetz­li­cher Rege­lun­gen durch die Wer­be­trei­ben­den.

Mit dem Gesetz gegen den unlau­te­ren Wet­tbe­werb (UWG) und den Bes­tim­mungen aus dem Bun­des­daten­schutzge­setz (BDSG) gilt es eini­ges zu beach­ten. Nicht nur, um sich nicht den Unmut der poten­tiellen Käu­fer zuzu­zie­hen, weil deren Rech­te nicht beach­tet wur­den. Die Auf­merk­sam­keit der Lan­des­da­ten­schutz­be­hör­den soll­te man eben­falls zukünf­tig nicht erre­gen. Von dro­hen­den Abmah­n­risiken mal ganz zu schwei­gen.

Da ist es auch wenig tröst­lich, dass dies nur auf eini­ge schwar­ze Scha­fe unter den Wer­be­treiben­den zurück­zuführen ist. Lei­den müs­sen dar­un­ter alle, die auf Wer­bung ange­wie­sen sind.

Zu allem Über­fluss haben die Daten­schutzbe­hör­den das The­ma nun auch für sich ent­deckt!

Es bleibt nicht unbe­merkt

Recht­li­che Ver­stö­ße blei­ben nicht unbe­merkt. Denn selbst wenn sich der Betrof­fe­ne nicht direkt bei dem Wer­be­trei­ben­den mel­det, so bleibt immer noch der Weg zur zustän­di­gen Lan­des­da­ten­schutz­be­hör­de offen. Und die­ser Weg wird auch beschrit­ten.

In einer Pressemit­teilung vom 25.11.2014 des Bay­erischen Lan­desamt für Daten­schutza­uf­sicht heisst es:

Im Jahr 2013 gin­gen beim BayL­DA zum The­ma unzuläs­sige Wer­bung 162 und im Jahr 2014 bis­her 149 Ein­ga­ben und Beschw­er­den ein. Weiterlesen

Na dann werben wir mal

By | 13. Februar 2014

Einen Satz, den ich in der Pra­xis gele­gent­lich zu hören bekom­me – oder zumin­dest auf die dahin­ter­ste­hen­de Grund­hal­tung bei Wer­be­maß­nah­men oft auf­grund Unkennt­nis sto­ße. Adreß­da­ten lie­gen zuhauf im Unter­neh­men vor, Quel­le und zuläs­si­ger Ein­satz­zweck nicht zwin­gend bekannt. Unter­schei­dungs­merk­ma­le zwi­schen Pri­vat- oder Geschäfts­adres­sen ad hoc nicht mög­lich, eine Klas­si­fi­zie­rung ob per­so­nen­be­zo­gen oder nicht liegt nicht vor.

Nach dem Prin­zip “Augen zu und durch” wer­den sol­che Daten­be­stän­de der inter­nen oder exter­nen Wer­be­ma­schi­ne­rie zuge­führt. Die Quittung(en) lie­gen meist schnell auf dem Tisch. Beschwer­den tele­fo­nisch oder per Email von “pri­va­ten” Betrof­fe­nen, Anfra­gen der zustän­di­gen Lan­des­da­ten­schutz­be­hör­de auf­grund dort ein­ge­gan­ge­ner Beschwer­den und wenn nebem dem BDSG (Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz) auch das UWG (Gesetz gegen den unlau­te­ren Wett­be­werb) betrof­fen ist, kost­spie­le­ge Abmah­nun­gen als Fol­ge.

Die Crux an Wer­bung ist, es gilt nicht nur eines, son­dern gleich meh­re­re Geset­ze zu prü­fen und ein­zu­hal­ten. Und nicht immer sind die Abgren­zun­gen klar, was wie wo gilt je nach Art der Aus­sen­dung und des zu bewer­ben­den Ange­spro­che­nen. Die­sem Umstand trägt der Düs­sel­dor­fer Kreis (als Zen­tral­or­gan der Lan­des­da­ten­schutz­be­hör­den) mit sei­ner Ver­öf­fent­li­chung mit Stand Dezem­ber 2013 Rech­nung

Anwen­dungs­hin­wei­se der Daten­schutz­auf­sichts­be­hör­den zur Erhe­bung, Ver­ar­bei­tung und Nut­zung von per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten für werb­li­che Zwe­cke”

Das zwölf­sei­ti­ge Doku­ment kann als PDF her­un­ter­ge­la­den wer­den und ist das Ergeb­nis einer … Weiterlesen

Aus dem Whopper wird ein Burger – Twitter Account von Burger King meldet Verkauf

By | 19. Februar 2013

Bur­ger King wur­de an McDo­nalds ver­kauft, da der Whop­per flopp­te” – so prang­te es ges­tern eini­ge Stun­den zusam­men mit dem Mar­ken­zei­chen von McDo­nalds auf dem Titel des offi­zi­el­len Twit­ter Accounts von Bur­ger King. Dann war der Spuk vor­bei und die Sei­te vom Netz. Inner­halb von Minu­ten ver­brei­te­te sich die Nach­richt über Twit­ter. Mut­ma­ßun­gen gehen von unsi­che­ren Pass­wör­tern aus, ande­re ver­mu­ten einen genia­len Mar­ke­ting-Trick des Unter­neh­mens dahin­ter. Denn inner­halb kür­zes­ter Zeit fand die Twit­ter-Sei­te von Bur­ger King zusätz­li­che 15.000 Fol­lo­wer. Eine Stel­lung­nah­me des Kon­zerns steht noch aus.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt – sie­he Mel­dung von heu­te mor­gen auf der wie­der live geschal­te­ten Twit­ter-Sei­te:

bk-twitter

 

 

 

 

 

 

Quel­le: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/burgerking-gehacktes-twitter-account-zeigt-mcdonalds-logo-a-884156.htmlWeiterlesen

Nürnberg 26.09.2013: Social Media für Unternehmen — Chancen und Risiken im Web 2.0 (Seminar)

By | 9. Dezember 2012

4-stün­di­ge Ver­an­stal­tung für Unter­neh­mer, Bereichs­lei­ter, Ver­ant­wort­li­che für Mar­ke­ting und Ver­trieb, Mit­ar­bei­ter im Bereich Mar­ke­ting / Wer­bung

Soci­al Media nimmt einen ste­tig stei­gen­den Stel­len­wert als Mar­ke­ting– und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­platt­form ein. Kun­den­an­spra­che, Kun­den­bin­dung und Unter­neh­mens­prä­sen­ta­tion sind nur eini­ge Bei­spiele, erfolg­reich im Web 2.0 zu agie­ren.

Inhal­te

  • Soci­al Media Kanä­le und deren Ein­satz­zweck (Ziel­grup­pen)
  • Ziel­set­zung und Stra­te­gie­fin­dung
  • Mög­lich­kei­ten und Gren­zen
  • Chan­cen und Risi­ken (BDSG, UWG, TMG, TKG, wei­tere Geset­ze)
  • Not­wen­di­ger Zeit­auf­wand
  • Mess­bar­keit / Kenn­zah­len
  • Mit­ar­bei­ter aktiv ein­bin­den / unter­stüt­zen
  • Häu­fige Feh­ler im Pra­xis­ein­satz
  • Tipps & Tricks aus der Pra­xis

Zie­le:

Das Semi­nar erleich­tert den Ein­stieg und den Start in Soci­al Media. Sie erfah­ren, wie­so Soci­al Media nicht „neben­bei“ funk­tio­nie­ren kann und wie Sie sich vor Abmah­nun­gen und Buß­gel­dern schüt­zen.

Mit­tels die­ses Semi­nars erhal­ten Sie das not­wen­dige Rüst­zeug zum orga­ni­sier­ten und stra­te­gi­schen Ein­stieg in Soci­al Media. Gleich­zei­tig min­dern Sie das Buß­geld– und Abmahn­ri­siko für Ihr Unter­neh­men erheb­lich.

Mit­glie­der des VDA (Ver­band deut­scher Auto­ver­mie­ter) e.V. buchen zum Vor­teils­preis.

Dau­er             4h inkl. Pau­sen

Preis regu­lär   149,00 Euro pro Per­son inkl. 19% MwSt. (23,79 Euro)
Preis VDA e.V. 119,00 Euro pro Per­son inkl. 19% MwSt. (19,00 Euro)

Inklu­sive       Geträn­ke im Tagungs­raum

Min­dest­teil­neh­mer­zahl: 10

Für Schu­lun­gen und Semi­nar­ver­an­stal­tun­gen gel­ten unse­re aktu­el­len AGB.

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Solingen 13.06.2013: Social Media für Unternehmen — Chancen und Risiken im Web 2.0 (Seminar)

By | 9. Dezember 2012

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  • Ziel­set­zung und Stra­te­gie­fin­dung
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  • Not­wen­di­ger Zeit­auf­wand
  • Mess­bar­keit / Kenn­zah­len
  • Mit­ar­bei­ter aktiv ein­bin­den / unter­stüt­zen
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  • Tipps & Tricks aus der Pra­xis

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Hamburg 09.05.2013: Social Media für Unternehmen — Chancen und Risiken im Web 2.0 (Seminar)

By | 9. Dezember 2012

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  • Chan­cen und Risi­ken (BDSG, UWG, TMG, TKG, wei­tere Geset­ze)
  • Not­wen­di­ger Zeit­auf­wand
  • Mess­bar­keit / Kenn­zah­len
  • Mit­ar­bei­ter aktiv ein­bin­den / unter­stüt­zen
  • Häu­fige Feh­ler im Pra­xis­ein­satz
  • Tipps & Tricks aus der Pra­xis

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Mannheim 11.04.2013: Social Media für Unternehmen — Chancen und Risiken im Web 2.0 (Seminar)

By | 9. Dezember 2012

4-stün­di­ge Ver­an­stal­tung für Unter­neh­mer, Bereichs­lei­ter, Ver­ant­wort­li­che für Mar­ke­ting und Ver­trieb, Mit­ar­bei­ter im Bereich Mar­ke­ting / Wer­bung

Soci­al Media nimmt einen ste­tig stei­gen­den Stel­len­wert als Mar­ke­ting– und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­platt­form ein. Kun­den­an­spra­che, Kun­den­bin­dung und Unter­neh­mens­prä­sen­ta­tion sind nur eini­ge Bei­spiele, erfolg­reich im Web 2.0 zu agie­ren.

Inhal­te

  • Soci­al Media Kanä­le und deren Ein­satz­zweck (Ziel­grup­pen)
  • Ziel­set­zung und Stra­te­gie­fin­dung
  • Mög­lich­kei­ten und Gren­zen
  • Chan­cen und Risi­ken (BDSG, UWG, TMG, TKG, wei­tere Geset­ze)
  • Not­wen­di­ger Zeit­auf­wand
  • Mess­bar­keit / Kenn­zah­len
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  • Tipps & Tricks aus der Pra­xis

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Leipzig 28.02.2013: Social Media für Unternehmen — Chancen und Risiken im Web 2.0 (Seminar)

By | 9. Dezember 2012

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Anwendungshinweise zur Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von personenbezogenen Daten für werbliche Zwecke” veröffentlicht

By | 6. Dezember 2012

Mann mit Lupe - Unter BeobachtungDas baye­ri­sche Lan­des­amt für Daten­schutz­auf­sicht hat einen Leit­fa­den für Wer­be­trei­ben­de als PDF ver­öf­fent­licht. Im Vor­wort heißt es hier­zu:

Der Düs­sel­dor­fer Kreis als Gre­mi­um der Daten­schutz­auf­sichts­be­hör­den nach § 38 BDSG hat­te eine Ad-hoc-Arbeits­grup­pe “Wer­bung und Adress­han­del” unter Lei­tung des Baye­ri­schen Lan­des­amts für Daten­schutz­auf­sicht ein­ge­rich­tet und die­se mit der Erar­bei­tung von Anwen­dungs­hin­wei­sen zu den BDSG-Rege­lun­gen für den werb­li­chen Umgang mit per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten beauf­tragt. In einer Sit­zung und im schrift­li­chen Aus­tausch wur­den Anwen­dungs­hin­wei­se for­mu­liert, die -soweit sie ein­stim­mig oder von einer gro­ßen Mehr­heit mit­ge­tra­gen wer­den- nach­ste­hend abge­druckt sind.”

Die­ser Leit­fa­den ist auf­grund sei­nes Ursprungs im Düs­sel­dor­fer Kreis in sei­ner Anwen­dung nicht auf  Bay­ern beschränkt. Die Lek­tü­re emp­fiehlt sich bun­des­weit für Wer­be­trei­ben­de aller Bran­chen und Rich­tun­gen.

The­men­aus­zug:

  • Lis­ten­pri­vi­leg
  • Ein­wil­li­gung
  • Nut­zungs­dau­er / Ver­falls­da­tum
  • Anrei­chern mit wei­te­ren Infor­ma­tio­nen
  • Trans­pa­renz­ge­bot
  • Quel­len­an­ga­be
  • Wider­spruchs­hin­weis
  • Dou­ble Opt-In für News­let­ter-Anmel­dun­gen
  • Gewinn­spie­le
  • und vie­le mehr

Zum Down­load

 

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