Tag Archives: Unternehmen

Die DSGVO Schonfrist ist vorbei – Aufsichtsbehörden machen ernst

By | 27. November 2018

Seit Mai 2018 ist die EU Daten­schutz-Grund­ver­ord­nung (DSGVO) wirk­sam, nach­dem sie bereits Mai 2016 in Kraft getre­ten ist. Zeit bestand aus­rei­chend, sich auf die Neue­run­gen vor­zu­be­rei­ten. Die eine oder ande­re Orga­ni­sa­ti­on hat die Gele­gen­heit genutzt, bestehen­de Lücken in der eige­nen Daten­schutz-Orga­ni­sa­ti­on zu schlie­ßen. In den letz­ten Mona­ten haben wir öfter mal den Satz gehört „Woher soll ich wis­sen, was da im Daten­schutz zu tun ist?“. Hier gilt eine Hol­schuld durch die Orga­ni­sa­ti­ons­lei­tung getreu dem Mot­to „Unwis­sen­heit schützt vor Stra­fe nicht“. Für die Ein­hal­tung gesetz­li­cher Vor­schrif­ten ist die Lei­tung zustän­dig und ver­ant­wort­lich. Für Geschäfts­füh­rer gilt hier § 130 Gesetz über Ord­nungs­wid­rig­kei­ten (OWiG) mit der tref­fen­den Bezeich­nung “Ver­let­zung der Auf­sichts­pflicht in Betrie­ben und Unter­neh­men“. Ähn­li­che Ver­pflich­tun­gen für Behör­den trifft sogar unser Grund­ge­setz.

Die DSGVO-Schonzeit ist vorbei

Die meis­ten Lan­des­da­ten­schutz­be­hör­den haben jedoch in den letz­ten Mona­ten ein Auge zuge­drückt und eine im Gesetz nicht vor­ge­se­he­ne frei­wil­li­ge Karenz­zeit ein­ge­scho­ben. In die­sem Zeit­raum soll­ten Orga­ni­sa­tio­nen die Gele­gen­heit letzt­ma­lig nut­zen, die recht­li­chen Ver­pflich­tun­gen aus der DSGVO in Ver­bin­dung mit dem neu­en Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz (BDSG) für Unter­neh­men und den Lan­des­da­ten­schutz­ge­set­zen für Lan­des­be­hör­den und kom­mu­na­le Ein­rich­tun­gen umzu­set­zen. Die­se Schon­zeit ist nun vor­bei!

Es wird ernst – aber Buß­gel­der sind nicht das eigent­li­che Pro­blem

Ende Okto­ber wur­de … Weiterlesen

Email-Werbung ohne schriftliche Einwilligung – geht das überhaupt?

By | 5. September 2017

Keine Email-Werbung ohne Einwilligung

Oft wer­den wir als Daten­schutz­be­auf­trag­te gefragt, ob für Email-Wer­bung  oder Wer­bung per SMS eine schrift­li­che Ein­wil­li­gung wirk­lich not­wen­dig ist. Dabei wird über­se­hen, dass hier das Gesetz gegen den unlau­te­ren Wett­be­werb (kurz UWG) der ers­te Spiel­ver­der­ber ist. Das all­ge­mei­ne Daten­schutz­recht tritt hier erst mal zurück.

Und in § 7 Absatz 1 sowie Absatz 2 Num­mer 3 des UWG wird Email-Wer­bung zusam­men mit SMS- und Tele­fax-Wer­bung grund­sätz­lich als unzu­mut­ba­re Beläs­ti­gung im Sin­ne des UWG ein­ge­stuft. Daher ist Email-Wer­bung nur mit aus­drück­li­cher (vor­he­ri­ger schrift­li­cher) Ein­wil­li­gung der betrof­fe­nen Per­son erlaubt. Mit der wett­be­werbs­recht­li­chen Zuläs­sig­keit steht und fällt zugleich auch die daten­schutz­recht­li­che Zuläs­sig­keit.

Ausnahmsweise doch Email-Werbung ohne Einwilligung?

Ja, Email-Wer­bung ohne vor­he­ri­ge schrift­li­che Ein­wil­li­gung kann in einer ein­zi­gen Aus­nah­me mög­lich sein. Die­se Aus­nah­me beschreibt der Lan­des­be­auf­trag­te für den Daten­schutz und die Infor­ma­ti­ons­frei­heit Baden-Würt­tem­berg. Ver­brau­cher, aber auch Wer­be­trei­ben­de kön­nen sich in dem frei ver­füg­ba­ren und aktua­li­sier­ten Merk­blatt „Was Sie gegen uner­wünsch­te Wer­bung tun kön­nen” (Stand 10. Mai 2017) infor­mie­ren.

Wie lautet diese Ausnahme für Email-Werbung ohne Einwilligung?

Nach Auf­fas­sung des Lan­des­be­auf­trag­ten ist Email-Wer­bung ohne (vor­he­ri­ge) schrift­li­che Ein­wil­li­gung mög­lich nach § 7 Absatz 3 UWG, wenn der Wer­be­trei­ben­de (also das Unter­neh­men) schrift­lich alle nach­fol­gen­den Vor­aus­set­zun­gen nach­wei­sen kann (Ori­gi­nal-Zitat aus dem Merk­blatt):

  • Er hat die
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Datenpanne: Offener Newsletter-Verteiler führt zu Bußgeld – Augen auf beim Direktmarketing

By | 21. August 2017

Schon jedem Mal passiert – Newsletter oder Email an viele Empfänger verschickt

Sie ken­nen das bestimmt aus Ihrem eige­nen Arbeits­all­tag. Eine wich­ti­ge Nach­richt soll per Email oder News­let­ter ver­teilt wer­den. Mail- oder News­let­ter-Pro­gramm geöffnet, Text geschrie­ben, aus dem Adress­buch schnell die Empfänger zusam­men­ge­klickt oder kom­for­ta­bel eine Ver­tei­ler-Lis­te genutzt und auf Sen­den gedrückt. Auf Sei­ten des Empfängers wer­den sich dann die Augen gerie­ben. Ste­hen doch alle Email-Empfänger im Klar­text im AN:/TO: Feld der Email. Ordent­lich wie der Absen­der sei­ne Adres­sen gepflegt hat, akku­rat mit Vor-, Nach­na­me und Email-Adres­se. Üblicherweise macht man den Absen­der freund­lich auf sein Miss­ge­schick auf­merk­sam und läßt es dar­auf beru­hen.

Offene Newsletter-Verteiler kommen nicht immer gut an

Die Mit­ar­bei­te­rin eines baye­ri­schen Han­del­un­ter­neh­mens hat­te weni­ger Glück. Sie schrieb eine sol­che Email an Kun­den des Unter­neh­mens. Kur­zer Inhalt, net­te Ges­te. Jedoch lei­der stan­den vor dem eigent­li­chen Text (hal­be DIN A4 Sei­te) über neun (9!) Sei­ten Email-Adres­sen im Klar­text. Einem oder meh­re­ren Empfängern miß­fiel dies und der Stein des Ansto­ßes wur­de an die zuständige baye­ri­sche Landesdatenschutzbehörde wei­ter­ge­lei­tet.

Landesdatenschutzbehörde prüft offene Newsletter-Verteiler und verhängt Bußgeld

Das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Daten­schutz­auf­sicht (kurz BayL­DA) hat in der Ver­gan­gen­heit bereits mehr­fach über die eige­ne Web­sei­te und auf Ver­an­stal­tun­gen vor und mit Unter­neh­men auf die daten­schutz­recht­li­che … Weiterlesen

Personalausweis einfach kopieren – einfach rechtswidrig

By | 18. August 2017

Personalausweis als Pfand, Personalausweis-Kopie als Beleg – üblich, aber verboten

Usus, Rechts­ver­stoß inklu­si­ve. Der Per­so­nal­aus­weis wird als Pfand hin­ter­legt, eine Kopie zur Iden­ti­fi­ka­ti­on im Ver­trags­ord­ner abge­legt oder als Scan ins Doku­men­ten-Manage­ment-Sys­tem gespei­chert. Bran­chen­über­grei­fend üblich, vom Fit­ness-Stu­dio bis zur Auto­ver­mie­tung.

Der neue Personalausweis

Seit dem 01. Novem­ber 2010 wird nur noch der neue Per­so­nal­aus­weis her­aus­ge­ge­ben, ger­ne auch als „ePer­so“ bezeich­net. Im Zuge der Umstel­lung hat das Per­so­nal­aus­weis­ge­setz (PAuswG) eini­ge Ände­run­gen erfah­ren. Zahl­rei­che Kom­men­tie­run­gen und Begrün­dun­gen beglei­ten den neu­en Aus­weis.

Kein ausdrückliches Kopierverbot, aber …

Neben der bis­her übli­chen Aus­weis­funk­ti­on beinhal­tet der „ePer­so“ nun auch die Mög­lich­keit zu Signa­tur und zur Authen­ti­sie­rung. Zum Schutz die­ser Funk­tio­nen schreibt unse­re Regie­rung in ihrer Begrün­dung zur Neu­re­ge­lung: “Die Erhe­bung und Ver­wen­dung per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten aus oder mit­hil­fe des Aus­wei­ses darf künf­tig nur über die dafür vor­ge­se­he­nen Wege erfol­gen. (.) Wei­te­re Ver­fah­ren z.B. über die opto­elek­tro­ni­sche Erfas­sung (“scan­nen”) von Aus­weis­da­ten oder dem maschi­nen­les­ba­ren Bereich sol­len aus­drück­lich aus­ge­schlos­sen wer­den.” In den Aus­le­gun­gen hier­zu wird deut­lich davon gespro­chen, weder Kopi­en des Per­so­nal­aus­wei­ses zuzu­las­sen, noch die­sen aus der Hand zu geben.

Warum den Personalausweis nicht kopieren?

Da der neue Per­so­nal­aus­weis auf­grund des­sen Gestal­tung noch eine sog. Berech­ti­gungs­num­mer trägt, weist das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um auf einen zusätz­li­chen Sach­ver­halt hin. Die Berech­ti­gungs­num­mer soll
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Auslegungshilfen zur EU Datenschutzgrundverordnung veröffentlicht

By | 7. Juli 2017

Die Kon­fe­renz der unab­hän­gi­gen Daten­schutz­be­hör­den des Bun­des und der Län­der (DSK) hat ers­te Aus­le­gungs­hil­fen zum neu­en Daten­schutz­recht der EU Daten­schutz­grund­ver­ord­nung (EU-DSGVO) ver­öf­fent­licht.

Die­se Hil­fen ste­hen auf der Web­sei­te der Lan­des­be­auf­trag­ten für den Daten­schutz Nie­der­sach­sen zum Down­load zur Ver­fü­gung.

Wie bereits in einem frü­he­ren Bei­trag beschrie­ben, ist die Unter­stüt­zung mit Vor­la­gen und Hilfs­mit­teln zur Umset­zung der EU-DSGVO noch recht „über­schau­bar“. Dies wird auch am Umfang der jetzt ver­öf­fent­lich­ten – und noch zu erwei­tern­den – Aus­le­gungs­hil­fen deut­lich. 3 The­men wer­den behan­delt:

  1. Ver­zeich­nis der Ver­ar­bei­tungs­tä­tig­kei­ten nach Art. 30 DS-GVO
  2. Auf­sichts­be­fug­nis­se / Sank­tio­nen
  3. Ver­ar­bei­tung per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten für Wer­bung
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Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) stellt Tätigkeitsbericht 2015/2016 vor

By | 8. März 2017

Auf 158 Sei­ten gibt der Prä­si­dent des Baye­ri­schen Lan­des­am­tes für Daten­schutz­auf­sicht (BayL­DA), Tho­mas Kra­nig einen Über­blick über die Arbeit der Daten­schutz­auf­sichts­be­hör­de für den nicht-öffent­li­chen Bereich in Bay­ern für die Jah­re 2015 und 2016 ab.

Das BayL­DA ist für ca. 700.000 ver­ant­wort­li­che Stel­len im nicht-öffent­li­chen Bereich (Unter­neh­men, Ver­ei­ne, Ver­bän­de, frei­be­ruf­lich Täti­ge etc.) in Bay­ern zustän­dig.

Im vor­de­ren Teil des Berichts wird anschau­lich auf die Ent­wick­lung von Bür­ger­be­schwer­den, Daten­pan­nen, aber auch Bera­tungs­an­fra­gen sei­tens nicht-öffent­li­cher Stel­len ein­ge­gan­gen. Der Über­sicht ab 2013 ist zu ent­neh­men, dass es sich bei der zuneh­men­den Stei­ge­rung nicht um ein­zel­ne Spit­zen, son­dern klar um einen Trend han­delt. Sind 2013 “nur” 925 Beschwer­den über baye­ri­sche Unter­neh­men und Unter­neh­mer ein­ge­gan­gen, so waren es 2016 schon 1.424. Iden­tisch ver­hält es sich mit der Zahl der Daten­pan­nen (2013 32 gegen­über 85 in 2016). Wobei hier eine deut­lich höhe­re Dun­kel­zif­fer sei­tens des Amts ver­mu­tet wird. Bei den Beschwer­den liegt das The­ma Video­über­wa­chung auf dem vor­ders­ten Platz. Unter ande­rem sind dafür die mitt­ler­wei­le sehr preis­wer­ten Über­wa­chungs­ka­me­ras (wie Wild­ka­me­ras, Dash­cams usw.) ver­ant­wort­lich, jedoch auch ein gestei­ger­tes Sicher­heits­be­dürf­nis. Letz­te­res führt schnell mal dazu, nicht nur (zuläs­si­ger­wei­se) das eige­ne Grund­stück zu obser­vie­ren, son­dern (zumeist unzu­läs­sig) angren­zen­de Grund­stü­cke oder öffent­li­che Ver­kehrs­flä­chen mit ein­zu­schlie­ßen.

Klas­si­sche Daten­pan­nen wie Ver­lust, Dieb­stahl oder … Weiterlesen

Datenschutzbeauftragter darf keinen Interessenkonflikten unterliegen

By | 23. Januar 2017

Baye­ri­sches Unter­neh­men kas­siert Buß­geld, weil IT-Mana­ger gleich­zei­tig als Daten­schutz­be­auf­trag­ter bestellt war.

Eine der­art expo­nier­te Posi­ti­on im Hin­blick auf die Daten­ver­ar­bei­tungs­pro­zes­se im Unter­neh­men ist in aller Regel unver­ein­bar mit den Auf­ga­ben eines Daten­schutz­be­auf­trag­ten”, so das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Daten­schutz­auf­sicht (BayL­DA) in Ans­bach.

Wer muss einen Daten­schutz­be­auf­trag­ten bestel­len?

Unter­neh­men und auch Ver­ei­ne müs­sen einen Daten­schutz­be­auf­trag­ten (DSB) bestel­len, wenn bei ihnen min­des­tens zehn Per­so­nen (“mehr als neun”, so das Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz) mit der auto­ma­ti­sier­ten Ver­ar­bei­tung per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten befasst sind. Dabei ist es uner­heb­lich, a) ob es sich dabei um inter­ne oder exter­ne per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten han­delt und b) mit wel­chem Zeit­an­teil die Per­so­nen beschäf­tigt sind (Voll­zeit, Teil­zeit, Aus­hil­fe etc.). Es zählt hier allei­ne die Zahl der “Köp­fe”.

Zahl­rei­che Unter­neh­men und Ver­ei­ne erfül­len die­se Vor­aus­set­zun­gen. Das Gesetz stellt es dabei frei, ob die Funk­ti­on des Daten­schutz­be­auf­trag­ten an eine exter­ne Per­son ver­ge­ben wird („exter­ner Daten­schutz­be­auf­trag­ter“) oder aber durch einen Mit­ar­bei­ter („inter­ner Daten­schutz­be­auf­trag­ter“) erfüllt wird. Je nach Bun­des­land schrei­ben die Lan­des­da­ten­schutz­ge­set­ze einen Daten­schutz­be­auf­trag­ten eben­falls für Behör­den und kom­mu­na­le Ein­rich­tun­gen (sog. öffent­li­che Stel­len) ver­pflich­tend vor. In eini­gen Bun­des­län­dern besteht bereits heu­te die Mög­lich­keit einer exter­nen Bestel­lung des behörd­li­chen Daten­schutz­be­auf­trag­ten. Mit der EU-Daten­schutz­grund­ver­ord­nung (EU-DSGVO) wird die Bestell­pflicht für öffent­li­che Stel­len ver­ein­heit­licht. Eben­so soll … Weiterlesen

Landesdatenschutzbehörden prüfen Cloud-Einsatz in Unternehmen

By | 4. November 2016

Die Lan­des­da­ten­schutz­be­hör­den in Bay­ern, Ber­lin, Bre­men, Ham­burg, Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Nie­der­sach­sen, Nord­rhein-West­fa­len, Rhein­land-Pfalz, Saar­land und Sach­sen-Anhalt wäh­len per Zufall 500 Unter­neh­men in die­sen Bun­des­län­dern aus. Die­se erhal­ten im Zuge der Prü­fung einen aus­führ­li­chen Fra­ge­bo­gen (Down­load zur Selbst­über­prü­fung hier) zur zeit­na­hen Beant­wor­tung. Bit­te beach­ten Sie: Sie sind gemäß Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz gegen­über der Behör­de aus­kunfts­pflich­tig. Neh­men Sie die Anfra­ge ernst und ertei­len Sie inner­halb des genann­ten Rück­mel­de­zeit­raums aus­führ­lich Aus­kunft. Es besteht sonst ein Buß­gel­dri­si­ko für Ihre Orga­ni­sa­ti­on.

[…] vie­le klei­ne­re und mitt­le­re Unter­neh­men in Deutsch­land ver­ar­bei­ten inzwi­schen zahl­rei­che per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten (z. B. von Kun­den, Mit­ar­bei­tern oder Bewer­bern) häu­fig auf Ser­vern exter­ner Dienst­leis­ter, oft außer­halb der Euro­päi­schen Uni­on. Dies ist vor allem bei Ange­bo­ten wie dem sog. Soft­ware as a Ser­vice der Fall. Ein klas­si­sches Bei­spiel hier­für sind Office-Anwen­dun­gen „aus dem Inter­net“, die stand­ortu­n­ab­hän­gig und fle­xi­bel genutzt wer­den kön­nen.”

Inhalt­lich beschäf­tigt sich der Fra­ge­bo­gen daher zu Beginn mit gene­rel­len Daten­über­mitt­lun­gen außer­halb der EU (USA, sons­ti­ge Dritt­staa­ten).

Ein wich­ti­ges Ziel der Prü­fung liegt in der Sen­si­bi­li­sie­rung der Unter­neh­men für Daten­über­mitt­lun­gen in Län­der außer­halb der Euro­päi­schen Uni­on. Um Unter­neh­men das Auf­fin­den sol­cher Über­mitt­lun­gen zu erleich­tern, wird auch gezielt nach dem Ein­satz von Pro­duk­ten und Leis­tun­gen exter­ner Anbie­ter gefragt, die – nach bis­he­ri­gen Erfah­run­gen der Auf­sichts­be­hör­den Weiterlesen

Privacy Shield für ein Jahr toleriert – Europäische Datenschutzbehörden unzufrieden

By | 28. Juli 2016

Zumin­dest für den Zeit­raum eines Jah­res kann das oft kri­ti­sier­te Pri­va­cy Shield als Nach­fol­ger von Safe Har­bor fun­gie­ren. Nach Aus­sa­gen der soge­nann­ten Arti­kel-29-Grup­pe sei das neue Abkom­men nach wie vor nicht geeig­net, grund­sätz­li­che Kri­tik aus­zu­räu­men. Dabei wur­den die nach wie vor zuläs­si­gen Geheim­dienst­zu­grif­fe auf Daten von EU Bür­gern sowie die man­geln­den Durch­set­zungs­mög­lich­kei­ten der Schutz­rech­te der Betrof­fe­nen bemän­gelt.

Den­noch kön­ne Pri­va­cy Shield vor­erst als Zuläs­sig­keits­tat­be­stand für den Trans­fer per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten in die USA ein­ge­setzt wer­den. Nach 12 Mona­ten Eva­lu­ie­rungs­pha­se soll das Abkom­men neu bewer­tet wer­den. Bis dahin sicher­ten die euro­päi­schen Daten­schutz­be­hör­den akti­ve Unter­stüt­zung bei der Gel­tend­ma­chung der Rech­te Betrof­fe­ner in den USA zu.… Weiterlesen

EU US Privacy Shield tritt in Kraft – alles wird gut?

By | 13. Juli 2016

EU US Pri­va­cy Shield ist da

Nach­dem die euro­päi­sche Kom­mis­si­on erwar­tungs­ge­mäß das recht umstrit­te­ne Pri­va­cy Shield als Nach­fol­ger von Safe Har­bor durch­ge­wun­ken hat, tritt die­se Rege­lung zum 01. August 2016 in Kraft. Nach Weg­fall der Safe Har­bor Rege­lung auf­grund eines Urteils des EUGH im Herbst 2015 – wir berich­te­ten – soll Pri­va­cy Shield eine belast­ba­re Grund­la­ge für die Zuläs­sig­keit des Aus­tauschs per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten zwi­schen Euro­pa und den USA bil­den. Durch das Urteil des EUGH blie­ben hier­für ja ledig­lich die EU Stan­dard­ver­trags­klau­seln oder Ver­fah­rens­wei­sen im Rah­men der soge­nann­ten “bin­ding cor­po­ra­te rules” (BCR). Nach­dem eini­ge Unter­neh­men eine recht­zei­ti­ge Umstel­lung nach Weg­fall von Safe Har­bor auf die Stan­dard­ver­trags­klau­seln ver­säumt haben, wur­de zum Bei­spiel der Daten­schutz­be­auf­trag­te Ham­burgs, Prof. Dr. Johan­nes Cas­par bereits aktiv und ging dage­gen aktiv vor.

Und jetzt wird alles gut?

Es ver­wun­dert wenig, dass die betei­lig­ten EU Kom­mis­sa­re den Stel­len­wert und Wir­kungs­grad des von ihnen umge­setz­ten Pri­va­cy Shields loben. Nach ihrer Sicht sei­en erheb­li­che Zuge­ständ­nis­se zum Schutz per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten in den USA von EU Bür­gern geleis­tet wor­den. Dass die­se ledig­lich in kur­zer Brief­form und ohne belast­ba­re recht­li­che Unter­maue­rung in Form von neu­en oder ange­pass­ten Geset­zen in den USA erbracht wur­den, stellt das Pri­va­cy Shield auf kein soli­des Fun­da­ment.

Die hier­durch … Weiterlesen